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US-Anleihen: Kurse kräftig gestiegen


13.06.24 09:15
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Kurse von US-Anleihen sind nach den Daten zur Entwicklung der amerikanischen Verbraucherpreise kräftig gestiegen, so die Analysten der Nord LB.

Im Gegenzug sei die Rendite zehnjähriger Staatspapiere auf 4,30% gesunken. Die Entscheidung der FED habe daran nicht viel geändert.

Mit einer Veränderungsrate von lediglich 0,0% M/M würden die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der US-Konsumentenpreise gewisse Entspannungstendenzen an der makroökonomischen Preisfront signalisieren. Zudem habe die Kernrate nur um 0,2% M/M zugelegt. In der Tat dürften die US-Notenbanker vorerst auf weitere (und klarere) Hinweise in Richtung sinkender Inflationsgefahren warten wollen. Erst im Laufe des zweiten Halbjahres 2024 sollte die FED Funds Target Rate dann auch gesenkt werden. Im Match CPI-Daten versus Warren-Brief sei das Resultat damit wohl noch klar. Dabei liege die Betonung aber eindeutig auf dem Wort "noch".

Trotz jüngster Entspannungssignale von der Preisfront peile die US-Notenbank nur noch eine Zinssenkung im laufenden Jahr an. Die Währungshüter um Federal Reserve-Chef Powell hätten den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 5,25 bis 5,50% belassen. Sie würden im Mittel zugleich für 2024 nur noch einen Zinsschritt nach unten avisieren. Im März seien es noch drei avisierte Senkungen gewesen.

Heute stünden keine relevanten Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Neben den Angaben zur Entwicklung der Industrieproduktion in der EWWU werde noch auf die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe aus den USA zu achten sein. (13.06.2024/alc/a/a)