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US-Anleihen: Kurse nach US-Arbeitsmarktzahlen nachgegeben
10.06.24 09:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Nachdem die Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt robust ausfielen und damit die Wahrscheinlichkeit baldiger Zinssenkungen verringerten, gaben die Kurse der US-Anleihen nach, so die Analysten der Nord LB.
Der Boom am US-Arbeitsmarkt setze sich fort. Im Mai seien weit mehr Stellen geschaffen worden als erwartet. Es seien 272.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzugekommen. Volkswirte hätten lediglich mit 185.000 gerechnet, nach revidiert 165.000 (bislang: 175.000) im April. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sei im Mai allerdings auf 4,0% gestiegen. Mittlerweile würden sich aber die Signale mehren, die für das zweite Halbjahr eine gewisse Eintrübung der Beschäftigungssituation im Land der eigentlich unbegrenzten Möglichkeiten andeuten würden. Insofern sollte 2024 auch in den USA noch zu einem Jahr der geldpolitischen Tauben werden.
Die angeschlagene deutsche Wirtschaft könne nach der Zinswende im Euroraum auf bessere Zeiten hoffen. Die Bundesbank und auch Bundeswirtschaftsminister Habeck würden erwarten, dass die Konjunktur 2025 durchstarte. Die Wirtschaft werde 2024 wieder etwas wachsen und in den Jahren darauf dann deutlicher zulegen, so die Prognose der Bundesbank.
Das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten bleibe fest in der Hand der Notenbanken. Nach der EZB seien in der neuen Woche nun das FOMC und die Bank of Japan am Zug. Die Notenbank in Washington würde zwar wohl das Leitzinsniveau in den USA gern senken, v.a. die Sorge vor dann steigenden Inflationserwartungen der privaten Haushalte sollte die FED-Offiziellen aber noch von konkreten Taten abhalten.
In Japan würden dagegen Zinsanhebungen prinzipiell auf der Agenda der Notenbank bleiben. Am aktuellen Rand werde man zwar wohl zunächst etwas abwarten wollen, der schwache Yen sollte in der näheren Zukunft aber letztlich doch zu einem spürbaren Handlungsdruck bei den Verantwortlichen für die Geldpolitik in Tokio führen. Folglich sei es also durchaus möglich, dass man am Freitag eine baldige leichte Zinserhöhung bereits verbal vorbereiten wolle. Man dürfe aber wohl auch nicht zu viel Aktivität von der Bank of Japan erwarten. (10.06.2024/alc/a/a)
Der Boom am US-Arbeitsmarkt setze sich fort. Im Mai seien weit mehr Stellen geschaffen worden als erwartet. Es seien 272.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzugekommen. Volkswirte hätten lediglich mit 185.000 gerechnet, nach revidiert 165.000 (bislang: 175.000) im April. Die separat ermittelte Arbeitslosenquote sei im Mai allerdings auf 4,0% gestiegen. Mittlerweile würden sich aber die Signale mehren, die für das zweite Halbjahr eine gewisse Eintrübung der Beschäftigungssituation im Land der eigentlich unbegrenzten Möglichkeiten andeuten würden. Insofern sollte 2024 auch in den USA noch zu einem Jahr der geldpolitischen Tauben werden.
Das Geschehen an den internationalen Finanzmärkten bleibe fest in der Hand der Notenbanken. Nach der EZB seien in der neuen Woche nun das FOMC und die Bank of Japan am Zug. Die Notenbank in Washington würde zwar wohl das Leitzinsniveau in den USA gern senken, v.a. die Sorge vor dann steigenden Inflationserwartungen der privaten Haushalte sollte die FED-Offiziellen aber noch von konkreten Taten abhalten.
In Japan würden dagegen Zinsanhebungen prinzipiell auf der Agenda der Notenbank bleiben. Am aktuellen Rand werde man zwar wohl zunächst etwas abwarten wollen, der schwache Yen sollte in der näheren Zukunft aber letztlich doch zu einem spürbaren Handlungsdruck bei den Verantwortlichen für die Geldpolitik in Tokio führen. Folglich sei es also durchaus möglich, dass man am Freitag eine baldige leichte Zinserhöhung bereits verbal vorbereiten wolle. Man dürfe aber wohl auch nicht zu viel Aktivität von der Bank of Japan erwarten. (10.06.2024/alc/a/a)


