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US-Anleihemärkte Renditeanstieg - letzte Bestätigung des Aufschwungs
19.03.12 13:49
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der starke Renditeanstieg, der vergangene Woche in den US-Anleihemärkten zu beobachten war, hat Investoren und Analysten gleichermaßen aufgeschreckt, so die Analysten von Cognitrend in der aktuellen Ausgabe von "FX-Tagesausblick" der Deutschen Bank.
Viele Akteure hätten den Kursverlauf als Startschuss einer langfristigen Baisse am Bondmarkt gewertete. Aber die steigenden Zinsen hätten noch mehr Aussagekraft: Sie seien das letzte Teil, das zur Vervollständigung eines Puzzles gefehlt habe. Zinsen jenseits der Zwei-Prozent-Marke seien die bislang fehlende Bestätigung für eine wirtschaftliche Erholung. Dass viele dieses Szenario längst vor Augen hätten, habe sich vergangene Woche gut an der Reuters-Umfrage unter 250 Ökonomen ablesen lassen. Sie hätten sich mehrheitlich für ein Anziehen der Konjunktur in den westlichen Industrienationen ausgesprochen; das Resultat der Extrem-Niedrigzinspolitik.
Zudem habe die Befragung ergeben, dass eine Erweiterung der quantitativen Lockerungsmaßnahmen durch die FED, nun als weniger wahrscheinlich eingestuft werde. Allerdings würden weder die befragten Volkswirte noch die Märkte ausschließlich an einen US-Aufschwung glauben. Denn allerorten werde auch das jüngste Eingreifen der EZB gelobt und als Folge dessen eine Beruhigung der Eurokrise abgeleitet, die mittlerweile auch schon von offizieller Seite, beispielsweise von Christine Lagarde, erkannt und bestätigt worden sei und sich ebenfalls in fallenden Euro-Bond-Preisen widerspiegele.
Dieser Umstand mache für Devisenhändler die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des Währungspaares nicht gerade einfach. Denn blind Dollars zu kaufen, weil man an den US-Aufschwung glaubt, könnte sich als kurzsichtig erweisen, so die Analysten der Deutschen Bank. Die Daten aus Übersee würden schon seit Monaten auf konjunkturelle Besserung hinweisen. Schlage nun aber die Eurozone die gleiche Richtung ein, besäße sie wohl das größere Aufwärtspotenzial.
Bullish für den Euro könnten die Analysten erst jenseits der 1,3290/95er Marke werden. Bis dahin bleibe das Risiko eines Abdriftens bis 1,2930 erhalten. (19.03.2012/alc/a/a)
Viele Akteure hätten den Kursverlauf als Startschuss einer langfristigen Baisse am Bondmarkt gewertete. Aber die steigenden Zinsen hätten noch mehr Aussagekraft: Sie seien das letzte Teil, das zur Vervollständigung eines Puzzles gefehlt habe. Zinsen jenseits der Zwei-Prozent-Marke seien die bislang fehlende Bestätigung für eine wirtschaftliche Erholung. Dass viele dieses Szenario längst vor Augen hätten, habe sich vergangene Woche gut an der Reuters-Umfrage unter 250 Ökonomen ablesen lassen. Sie hätten sich mehrheitlich für ein Anziehen der Konjunktur in den westlichen Industrienationen ausgesprochen; das Resultat der Extrem-Niedrigzinspolitik.
Dieser Umstand mache für Devisenhändler die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung des Währungspaares nicht gerade einfach. Denn blind Dollars zu kaufen, weil man an den US-Aufschwung glaubt, könnte sich als kurzsichtig erweisen, so die Analysten der Deutschen Bank. Die Daten aus Übersee würden schon seit Monaten auf konjunkturelle Besserung hinweisen. Schlage nun aber die Eurozone die gleiche Richtung ein, besäße sie wohl das größere Aufwärtspotenzial.
Bullish für den Euro könnten die Analysten erst jenseits der 1,3290/95er Marke werden. Bis dahin bleibe das Risiko eines Abdriftens bis 1,2930 erhalten. (19.03.2012/alc/a/a)


