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USD-Anleihen mit mehr Potenzial als europäische Pendants
07.10.16 08:50
Swisscanto Invest
Zürich (www.anleihencheck.de) - Die US-Konjunkturdaten haben zuletzt enttäuscht, so die Experten von Swisscanto Invest.
Der recht starke US-Dollar, eine schwächelnde Auslandsnachfrage sowie politische Risiken sowohl im Inland als auch global hätten dazu beigetragen. In China würden die Stimulierungsmaßnahmen zu wirken scheinen und die Wachstumsabschwächung dürfte geringer ausfallen als bisher erwartet. Die Wachstumsstabilisierung in den Schwellenländern setze sich fort. In Brasilien und Russland würden sich die Anzeichen mehren, dass beide Länder demnächst aus ihrer Rezession kommen würden.
Sofern sich die US-Wirtschaft wie von den Experten erwartet nach ihrer Sommerschwäche fange und sich die Wirtschaftsverlangsamung in der Eurozone nicht akzentuiere, werde eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank im Dezember 2016 konkreter. Aufgrund ihrer Wachstumserwartungen für die Eurozone und der politischen Unwägbarkeiten würden die Experten davon ausgehen, dass die EZB alles tun werde, um die Konjunktur der Eurozone zu stützen. Die Fortsetzung des Anleihenkaufprogramms sei nur aufgeschoben.
Nach dem - aus geld- und somit auch anlagepolitischer Sicht - herausfordernden Monat September stünden die Zeichen auch im Oktober in Richtung Risk-on-Marktumfeld. Da die Risiken, unter anderem im Zusammenhang mit den am 8. November bevorstehenden US-Wahlen, jedoch nicht abgenommen hätten und für Mitte Dezember eine US-Zinsanhebung in Aussicht gestellt worden sei, würden die Experten gleichzeitig aber am defensiven Charakter des Portfolios festhalten.
EUR-Anleihen würden belastet von etlichen Risiken wie dem italienischen Bankensektor oder dem bevorstehenden Referendum in Italien. Zudem könnten weitere Enttäuschungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht ausgeschlossen werden. Diese habe sich auf ihrer jüngsten Sitzung weit weniger "taubenhaft" gezeigt als vom Markt erwartet. Auf dem GBP-Segment laste hingegen das nachhaltig labil bleibende Pfund Sterling. Mehr Potenzial würden die Experten hingegen bei USD-Anleihen sehen: Der Grund sei zum einen die positive Renditedifferenz bei gleichzeitig leicht erstarkendem US-Dollar; zum anderen dürfte der nächste Zinsschritt der US-Notenbank nicht vor Mitte Dezember erfolgen.
Der nicht vor Mitte Dezember erfolgende US-Zinsschritt sowie die jüngst überraschend positiv ausfallenden Konjunkturdaten aus China würden Emerging Markets-Aktien etwas attraktiver erscheinen lassen. Bessere Performanceaussichten würden US-Dividendentitel aufweisen, die von positiven Konjunktur- und Gewinnüberraschungen profitieren sollten.
Sowohl Rendite- als auch Risikoaspekte im Vorfeld der entscheidenden US-Wahlen würden Gold attraktiv erscheinen lassen. Interessant seien nach wie vor auch Immobilien, die von der Suche nach weniger risikoreichen Anlagealternativen stimuliert würden. (Ausgabe vom 06.10.2016) (07.10.2016/alc/a/a)
Der recht starke US-Dollar, eine schwächelnde Auslandsnachfrage sowie politische Risiken sowohl im Inland als auch global hätten dazu beigetragen. In China würden die Stimulierungsmaßnahmen zu wirken scheinen und die Wachstumsabschwächung dürfte geringer ausfallen als bisher erwartet. Die Wachstumsstabilisierung in den Schwellenländern setze sich fort. In Brasilien und Russland würden sich die Anzeichen mehren, dass beide Länder demnächst aus ihrer Rezession kommen würden.
Sofern sich die US-Wirtschaft wie von den Experten erwartet nach ihrer Sommerschwäche fange und sich die Wirtschaftsverlangsamung in der Eurozone nicht akzentuiere, werde eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank im Dezember 2016 konkreter. Aufgrund ihrer Wachstumserwartungen für die Eurozone und der politischen Unwägbarkeiten würden die Experten davon ausgehen, dass die EZB alles tun werde, um die Konjunktur der Eurozone zu stützen. Die Fortsetzung des Anleihenkaufprogramms sei nur aufgeschoben.
EUR-Anleihen würden belastet von etlichen Risiken wie dem italienischen Bankensektor oder dem bevorstehenden Referendum in Italien. Zudem könnten weitere Enttäuschungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht ausgeschlossen werden. Diese habe sich auf ihrer jüngsten Sitzung weit weniger "taubenhaft" gezeigt als vom Markt erwartet. Auf dem GBP-Segment laste hingegen das nachhaltig labil bleibende Pfund Sterling. Mehr Potenzial würden die Experten hingegen bei USD-Anleihen sehen: Der Grund sei zum einen die positive Renditedifferenz bei gleichzeitig leicht erstarkendem US-Dollar; zum anderen dürfte der nächste Zinsschritt der US-Notenbank nicht vor Mitte Dezember erfolgen.
Der nicht vor Mitte Dezember erfolgende US-Zinsschritt sowie die jüngst überraschend positiv ausfallenden Konjunkturdaten aus China würden Emerging Markets-Aktien etwas attraktiver erscheinen lassen. Bessere Performanceaussichten würden US-Dividendentitel aufweisen, die von positiven Konjunktur- und Gewinnüberraschungen profitieren sollten.
Sowohl Rendite- als auch Risikoaspekte im Vorfeld der entscheidenden US-Wahlen würden Gold attraktiv erscheinen lassen. Interessant seien nach wie vor auch Immobilien, die von der Suche nach weniger risikoreichen Anlagealternativen stimuliert würden. (Ausgabe vom 06.10.2016) (07.10.2016/alc/a/a)


