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In den USA könnte der Höhepunkt des Zinszyklus erreicht sein
16.06.23 12:30
RBC BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Unmittelbar nach der "restriktiv geprägten" Pause der FED auf der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses stiegen die Anleiherenditen weiter an, bevor sie gegen Ende der Woche wieder zurückgingen, so Markt Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay, RBC BlueBay Asset Management.
Der effektive Leitzins sei bei 5,08 Prozent belassen worden. Das aktualisierte "Dot Plot" habe aber gezeigt: Die Verantwortlichen würden mit einer weiteren Zinserhöhung um 50 Basispunkte rechnen, bevor die Anhebungen zum Jahresende abgeschlossen seien.
Das Wachstum und die Inflation würden sich in den kommenden Monaten jedoch verlangsamen. Daher könnte die FED-Sitzung im Juli aufgrund schwächerer Daten eine längere Zinspause bestätigen.
Wenn die US-Notenbank die Zinsen im Juli nicht anhebe, werde sie das Meinung von RBC BlueBay Asset Management auch in den kommenden Monaten, wenn sich die Konjunktur weiter abschwäche, wahrscheinlich nicht mehr tun - es sei denn, die Inflationsdaten würden für eine böse Überraschung sorgen. Vor diesem Hintergrund sei es plausibel, dass wir nun den Höhepunkt des Zinszyklus erreicht hätten.
In Europa habe die Europäische Zentralbank in dieser Woche den Einlagezins um 25 Basispunkte auf 3,5 Prozent erhöht. Da sich die Konjunktur in der Eurozone ebenfalls abschwäche, würden wir uns nach Meinung von RBC BlueBay Asset Management auch hier dem Höhepunkt des Zinszyklus nähern. RBC BlueBay Asset Management rechne für den kommenden Monat mit einer Anhebung auf 3,75 Prozent. Dies könnte aber der letzte Schritt sein, den die Währungshüter um Christine Lagarde gehen müssten.
RBC BlueBay Asset Management gehe davon aus, dass sich der Preisdruck im Laufe des Sommers abschwächen werde. Da die Inflationserwartungen nach wie vor gut verankert seien, dürften sich auch die Renditen auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren.
Mit Blick auf Japan warte RBC BlueBay Asset Management weiterhin darauf, dass die Bank of Japan (BOJ) ihre Renditekurvenkontrolle anpasse, nachdem sie diesen Monat ihre Strategie noch beibehalten habe. Der Yen gerate umso mehr unter Druck, je länger die BoJ noch damit warte, da sich die Zinsdifferenzen ausweiten würden. Das werde den Handlungsdruck für Zentralbankchef Kazuo Ueda erhöhen. Es würde RBC BlueBay Asset Management daher nicht überraschen, wenn die Spekulationen über einen Kurswechsel in Richtung Juli-Sitzung zunehmen würden.
RBC BlueBay Asset Management halte den Yen weiterhin für eine erheblich unterbewertete Währung. Es werde interessant sein, ob das Finanzministerium an den Devisenmärkten interveniere, sollte er in den kommenden Tagen weiter unter Druck geraten. Letztlich werde jedoch ein Politikwechsel der BoJ erforderlich sein, damit sich der Yen nachhaltig erholen könne.
Mit Blick nach vorne könnte das makroökonomische Umfeld weiterhin Risikoanlagen begünstigen, wenn die Volatilität gedämpft bleibe. Die Dynamik zwischen denen, die das Glas halb voll sehen würden, und denjenigen, für die es halb leer sei, hänge jedoch davon ab was schneller sinke: die Wirtschaftstätigkeit oder die Inflation.
Auch die Finanzmärkte könnten die Fundamentaldaten nicht überlisten. Daher werde viel davon abhängen, ob wir eine sanfte Landung hinlegen könnten oder 2024 eine größere Rezession bevorstehe. (16.06.2023/alc/a/a)
Der effektive Leitzins sei bei 5,08 Prozent belassen worden. Das aktualisierte "Dot Plot" habe aber gezeigt: Die Verantwortlichen würden mit einer weiteren Zinserhöhung um 50 Basispunkte rechnen, bevor die Anhebungen zum Jahresende abgeschlossen seien.
Das Wachstum und die Inflation würden sich in den kommenden Monaten jedoch verlangsamen. Daher könnte die FED-Sitzung im Juli aufgrund schwächerer Daten eine längere Zinspause bestätigen.
Wenn die US-Notenbank die Zinsen im Juli nicht anhebe, werde sie das Meinung von RBC BlueBay Asset Management auch in den kommenden Monaten, wenn sich die Konjunktur weiter abschwäche, wahrscheinlich nicht mehr tun - es sei denn, die Inflationsdaten würden für eine böse Überraschung sorgen. Vor diesem Hintergrund sei es plausibel, dass wir nun den Höhepunkt des Zinszyklus erreicht hätten.
RBC BlueBay Asset Management gehe davon aus, dass sich der Preisdruck im Laufe des Sommers abschwächen werde. Da die Inflationserwartungen nach wie vor gut verankert seien, dürften sich auch die Renditen auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren.
Mit Blick auf Japan warte RBC BlueBay Asset Management weiterhin darauf, dass die Bank of Japan (BOJ) ihre Renditekurvenkontrolle anpasse, nachdem sie diesen Monat ihre Strategie noch beibehalten habe. Der Yen gerate umso mehr unter Druck, je länger die BoJ noch damit warte, da sich die Zinsdifferenzen ausweiten würden. Das werde den Handlungsdruck für Zentralbankchef Kazuo Ueda erhöhen. Es würde RBC BlueBay Asset Management daher nicht überraschen, wenn die Spekulationen über einen Kurswechsel in Richtung Juli-Sitzung zunehmen würden.
RBC BlueBay Asset Management halte den Yen weiterhin für eine erheblich unterbewertete Währung. Es werde interessant sein, ob das Finanzministerium an den Devisenmärkten interveniere, sollte er in den kommenden Tagen weiter unter Druck geraten. Letztlich werde jedoch ein Politikwechsel der BoJ erforderlich sein, damit sich der Yen nachhaltig erholen könne.
Mit Blick nach vorne könnte das makroökonomische Umfeld weiterhin Risikoanlagen begünstigen, wenn die Volatilität gedämpft bleibe. Die Dynamik zwischen denen, die das Glas halb voll sehen würden, und denjenigen, für die es halb leer sei, hänge jedoch davon ab was schneller sinke: die Wirtschaftstätigkeit oder die Inflation.
Auch die Finanzmärkte könnten die Fundamentaldaten nicht überlisten. Daher werde viel davon abhängen, ob wir eine sanfte Landung hinlegen könnten oder 2024 eine größere Rezession bevorstehe. (16.06.2023/alc/a/a)


