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USA: Zinswende dürfte im Juni anstehen
28.03.24 09:21
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Inflationsrate stieg im Februar unerwartet von 3,1 auf 3,2 Prozent, während die Kerninflationsrate geringer als erwartet von 3,9 auf 3,8 Prozent fiel, so die Analysten von Postbank Research.
Die PCE-Kerninflation sei im Januar leicht von 2,9 auf 2,8 Prozent gesunken. Der Arbeitsmarkt habe sich im Februar relativ stabil gezeigt. Der Stellenaufbau habe mit 275 Tsd. spürbar über den Prognosen gelegen, allerdings seien die beiden Vormonate um rund 170 Tsd. abwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei von 3,7 auf 3,9 Prozent gestiegen, die Gehälter seien etwas geringer als prognostiziert gestiegen. Im Januar habe es gemäß dem JOLTS-Report immer noch und nahezu unverändert mehr als 8,8 Millionen offene Stellen gegeben.
Der ISM-Index der Industrie sei im Februar unerwartet auf 47,8 Punkte gefallen und somit tiefer in den rezessiven Bereich, während der Index für Dienstleistungen von 53,4 auf 52,6 zurückgesetzt habe.
Aufgrund der starken Konjunkturdaten seien die Märkte verunsichert gewesen, ob die FED im Rahmen ihrer März-Sitzung die im Dezember für 2024 projizierten drei Zinssenkungen auf zwei reduzieren würde. Dies sei nicht der Fall gewesen, stattdessen sei für 2025 eine Leitzinssenkung weniger projiziert worden. Zudem erwarte die FED nun 2024 ein höheres BIP und eine höhere PCE-Kernrate. Eine Zinswende im Juni bleibe wahrscheinlich und das an den Geldmärkten favorisierte Szenario.
Der USD könnte kurzfristig unterstützt bleiben, mittelfristig aber nach der ersten Zinssenkung der FED Gegenwind bekommen. In sechs Monaten dürfte er bei rund EUR/USD 1,085 notieren. (Währungsbulletin April 2024) (28.03.2024/alc/a/a)
Die PCE-Kerninflation sei im Januar leicht von 2,9 auf 2,8 Prozent gesunken. Der Arbeitsmarkt habe sich im Februar relativ stabil gezeigt. Der Stellenaufbau habe mit 275 Tsd. spürbar über den Prognosen gelegen, allerdings seien die beiden Vormonate um rund 170 Tsd. abwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei von 3,7 auf 3,9 Prozent gestiegen, die Gehälter seien etwas geringer als prognostiziert gestiegen. Im Januar habe es gemäß dem JOLTS-Report immer noch und nahezu unverändert mehr als 8,8 Millionen offene Stellen gegeben.
Aufgrund der starken Konjunkturdaten seien die Märkte verunsichert gewesen, ob die FED im Rahmen ihrer März-Sitzung die im Dezember für 2024 projizierten drei Zinssenkungen auf zwei reduzieren würde. Dies sei nicht der Fall gewesen, stattdessen sei für 2025 eine Leitzinssenkung weniger projiziert worden. Zudem erwarte die FED nun 2024 ein höheres BIP und eine höhere PCE-Kernrate. Eine Zinswende im Juni bleibe wahrscheinlich und das an den Geldmärkten favorisierte Szenario.
Der USD könnte kurzfristig unterstützt bleiben, mittelfristig aber nach der ersten Zinssenkung der FED Gegenwind bekommen. In sechs Monaten dürfte er bei rund EUR/USD 1,085 notieren. (Währungsbulletin April 2024) (28.03.2024/alc/a/a)


