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USA: Zinssenkungsfantasie lässt etwas nach


12.04.24 10:16
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Stimmungsindikatoren für den März liefern ein gemischtes Bild, so die Analysten von Postbank Research.

Der ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe sei unerwartet von 47,8 auf 50,3 Zähler gestiegen und somit in den Expansionsbereich zurück. Der ISM Index für Dienstleistungen sei hingegen genauso unerwartet von 52,6 auf 51,4 Punkte gefallen. Das Conference Board Verbrauchervertrauen habe sich im März leicht auf 104,7 Punkte eingetrübt.

Im März sei die Inflationsrate unerwartet stark auf 3,5 Prozent angestiegen, wohingegen die Kernrate bei 3,8 Prozent verharrt habe. Die PCE-Kernrate sei im Februar leicht von 2,9 auf 2,8 Prozent zurückgegangen.

Der Arbeitsmarkt habe sich im März äußerst robust präsentiert. Es seien 303.000 Stellen neu geschaffen und die beiden Vormonate leicht aufwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei von 3,9 auf 3,8 Prozent gesunken. Die offenen Stellen gemäß dem JOLTS Report seien im Februar leicht auf 8,756 Millionen gestiegen.

Die Terminmärkte würden aufgrund der starken Konjunkturdaten eine erste Zinssenkung im Juni nur noch mit 20 prozentiger Wahrscheinlichkeit einpreisen. Verschiedene FED-Mitglieder hätten betont, keine Eile bei der Zinswende an den Tag zu legen.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sei im April in der Spitze auf 4,56 Prozent gestiegen, ein Fünf-Monats-Hoch. Sollte die FED die Zinswende im Einklang mit den Markterwartungen vollziehen (zwei bis drei Zinssenkungen 2024), dürften sie in sechs Monaten mit 4,15 Prozent etwas unterhalb des aktuellen Niveaus rentieren. (Zinsbulletin April 2024) (12.04.2024/alc/a/a)