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USA: Zinserwartung an Inflationsperspektive gekoppelt
12.12.18 09:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Obwohl politische Themen weiterhin eine wichtige Rolle für das Marktgeschehen spielen, sollten die Akteure die heute anstehenden Verbraucherpreise in den USA nicht außer Acht lassen, so die Analysten der Helaba.
Im Zuge der Börsenschwäche der letzten Wochen sei es zu einer deutlich reduzierten Zinserwartung bezüglich der FED gekommen. Selbst die als nahezu sicher angesehene Erhöhung des Leitzinsbandes in der nächsten Woche sei wieder in Frage gestellt worden und darüber hinaus sei nicht mal mehr ein ganzer Zinsschritt im Jahr 2019 eingepreist. Die Analysten würden derartige Spekulationen für überzogen halten.
Zur Erinnerung: Die Stimmungsindices im Verarbeitenden und Nicht-Verarbeitenden Gewerbe würden um die Marke von 60 Punkten pendeln und lägen damit sehr weit im Expansionsbereich. Zudem liege die Arbeitslosenquote mit 3,7% auf einem sehr niedrigen Niveau und die Kerninflation habe die Zielmarke von 2% erreicht. Es dürfe somit darüber nachgedacht werden, ob eine noch immer expansive Geldpolitik vonnöten sei. Wann sei Geldpolitik expansiv? Nach gängiger Interpretation, solange das Zinsniveau unter dem neutralen Zins liege.
Der neutrale Realzins werde von der FED in San Francisco bei rund 0,5% angegeben, was kontrovers diskutiert werde. In vergangenen Jahrzehnten habe dieser bei 2 bis 3% gelegen. Selbst unter der Annahme eines reduzierten Niveaus ergebe sich unter Hinzunahme der Inflationserwartungen ein nicht-stimulierender Nominalzins von 2,5 bis 2,8%. Restriktiv wäre die Geldpolitik somit auch nach dem Schritt in diesem Monat nicht und so scheinen 2019 weitere Zinserhöhungen angemessen, so die Analysten der Helaba.
Die Inflationsentwicklungen seien vor diesem Hintergrund der Schlüssel zu den Zinsperspektiven. Die neuen Zahlen dürften vordergründig durch den Ölpreisverfall dominiert werden. Eine mögliche Stagnation des Verbraucherpreisniveaus im Monatsvergleich würde zu einem Einknicken der Jahresrate führen. Allerdings orientiere sich die FED nicht daran, sondern lege den Blick auf die Kernteuerung (PCE-Deflator). Die CPI-Daten würden dafür wichtige Hinweise liefern und vor dem Hintergrund eines allgemein zunehmenden Lohndrucks und der hervorragenden Stimmung vor allem im Dienstleistungsgewerbe und unter den Verbrauchern, würden die Analysten mit einer im Trend zunehmenden Kernrate rechnen. Werte von 2,5% könnten im Jahr 2019 erreicht werden. Dies sei die Grundlage der Einschätzung der Analysten, wonach das Auspreisen der Zinserwartungen derzeit übertrieben erscheine. (12.12.2018/alc/a/a)
Im Zuge der Börsenschwäche der letzten Wochen sei es zu einer deutlich reduzierten Zinserwartung bezüglich der FED gekommen. Selbst die als nahezu sicher angesehene Erhöhung des Leitzinsbandes in der nächsten Woche sei wieder in Frage gestellt worden und darüber hinaus sei nicht mal mehr ein ganzer Zinsschritt im Jahr 2019 eingepreist. Die Analysten würden derartige Spekulationen für überzogen halten.
Der neutrale Realzins werde von der FED in San Francisco bei rund 0,5% angegeben, was kontrovers diskutiert werde. In vergangenen Jahrzehnten habe dieser bei 2 bis 3% gelegen. Selbst unter der Annahme eines reduzierten Niveaus ergebe sich unter Hinzunahme der Inflationserwartungen ein nicht-stimulierender Nominalzins von 2,5 bis 2,8%. Restriktiv wäre die Geldpolitik somit auch nach dem Schritt in diesem Monat nicht und so scheinen 2019 weitere Zinserhöhungen angemessen, so die Analysten der Helaba.
Die Inflationsentwicklungen seien vor diesem Hintergrund der Schlüssel zu den Zinsperspektiven. Die neuen Zahlen dürften vordergründig durch den Ölpreisverfall dominiert werden. Eine mögliche Stagnation des Verbraucherpreisniveaus im Monatsvergleich würde zu einem Einknicken der Jahresrate führen. Allerdings orientiere sich die FED nicht daran, sondern lege den Blick auf die Kernteuerung (PCE-Deflator). Die CPI-Daten würden dafür wichtige Hinweise liefern und vor dem Hintergrund eines allgemein zunehmenden Lohndrucks und der hervorragenden Stimmung vor allem im Dienstleistungsgewerbe und unter den Verbrauchern, würden die Analysten mit einer im Trend zunehmenden Kernrate rechnen. Werte von 2,5% könnten im Jahr 2019 erreicht werden. Dies sei die Grundlage der Einschätzung der Analysten, wonach das Auspreisen der Zinserwartungen derzeit übertrieben erscheine. (12.12.2018/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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