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USA: Yellen sieht natürlichen Leitzins als fast erreicht an
13.07.17 09:26
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Bezüglich der künftigen Ausrichtung der Geldpolitik in den USA richtete sich das Augenmerk der Finanzmarktteilnehmer gestern auf den halbjährlichen Auftritt von FED-Chefin Janet Yellen vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Diese habe ihre Einschätzung bekräftigt, wonach sich die US-Konjunktur nach einem schwachen Jahresauftaktquartal auf einem soliden Wachstumspfad bewege. Zudem entwickele sich der Arbeitsmarkt nach Ansicht der obersten US-Währungshüterin weiter positiv, wobei die Zahl der neugeschaffenen Stellen im Monatsdurchschnitt sogar höher liege als es zur Räumung des monatlichen Zuwachses beim Arbeitskräftepotenzial nötig wäre. Mit einer graduellen "Normalisierung" der Geldpolitik solle gewährleistet werden, dass die Wirtschaft auch künftig moderat wachse, die Lage am Arbeitsmarkt sich weiter verbessere und die Inflation auf 2% in der Jahresrate steige.
Die US-Notenbank habe den Prozess der geldpolitischen Normalisierung in diesem Jahr mit zwei Anhebungen der FED Funds Rate um 25 BP vorangetrieben. Zudem sei die Verkürzung der Bilanzsumme als zusätzliche monetäre Maßnahme für die 2. Jahreshälfte 2017 ins Auge gefasst worden. In diesem Zusammenhang habe die Notenbankchefin ausgeführt, dass der natürliche Zins, welcher weder expansiv noch kontraktiv wirke, im historischen Vergleich sehr niedrig sei und der Leitzins daher nicht mehr allzu sehr steigen müsse, um das entsprechende Niveau zu erreichen.
Diese Aussage habe an den Aktien- und Rentenmärkten dies- und jenseits des Atlantiks zu zum Teil kräftigen Kursgewinnen geführt, weil dies nach Ansicht der Finanzmarktteilnehmer einen nur sehr graduellen Normalisierungspfad der US-Geldpolitik impliziere. Der US-Dollar habe gegenüber den wichtigsten Handelswährungen an Wert verloren. Zum Euro würden aktuell Notierungen von rund 1,1450 USD aufgerufen.
Die Analysten würden denken, dass die US-Notenbank versuchen werde, eine ausgewogene Balance zwischen Bilanzverkürzung und Zinserhöhung zu arrangieren. Zwar habe die FED-Chefin in ihrem Rechenschaftsbericht darauf verwiesen, dass Bilanzveränderungen in "normalen Zeiten" nicht als aktives geldpolitisches Instrument eingesetzt würden. Dennoch würden die Analysten bereits im September mit dem Beschluss rechnen, ab Oktober 2017 weniger fällig werdende Anleihen zu reinvestieren. Dem von den Analysten erwarteten Zinserhöhungsschritt im Dezember dürfte dann nur noch eine weitere Anhebung der FED Funds Rate in 2018 folgen.
Diese Einschätzung werde durch den Blick auf die Preisindices in den USA bestätigt. So habe sich die Teuerung in den vergangenen Monaten zwar - bedingt durch den kräftigen Anstieg der Ölpreise im Vergleich zum Vorjahr - deutlich nach oben bewegt. Im Juni dürfte die Jahresrate der Produzentenpreise aber wieder unter die Marke von 2% gefallen sein.
Dadurch bleibe wohl auch der Druck bei den Konsumentenpreisen überschaubar. Daher würden die Analysten für die kommenden Monate davon ausgehen, dass sich die Inflation ebenfalls nur im Bereich von 2% bewegen werde. Im Jahresdurchschnitt 2017 würden die Analysten mit einem Preisanstieg von 2,0% rechnen (2018e: 1,9%). Den geringen Preisdruck spiegele auch das jüngste Beige Book der FED wider. Zwar würden die meisten FED-Distrikte ein moderates Anziehen der Teuerung melden, in einigen FED-Bezirken sei indes bereits wieder ein rückläufiger Trend festgestellt worden. (13.07.2017/alc/a/a)
Diese habe ihre Einschätzung bekräftigt, wonach sich die US-Konjunktur nach einem schwachen Jahresauftaktquartal auf einem soliden Wachstumspfad bewege. Zudem entwickele sich der Arbeitsmarkt nach Ansicht der obersten US-Währungshüterin weiter positiv, wobei die Zahl der neugeschaffenen Stellen im Monatsdurchschnitt sogar höher liege als es zur Räumung des monatlichen Zuwachses beim Arbeitskräftepotenzial nötig wäre. Mit einer graduellen "Normalisierung" der Geldpolitik solle gewährleistet werden, dass die Wirtschaft auch künftig moderat wachse, die Lage am Arbeitsmarkt sich weiter verbessere und die Inflation auf 2% in der Jahresrate steige.
Die US-Notenbank habe den Prozess der geldpolitischen Normalisierung in diesem Jahr mit zwei Anhebungen der FED Funds Rate um 25 BP vorangetrieben. Zudem sei die Verkürzung der Bilanzsumme als zusätzliche monetäre Maßnahme für die 2. Jahreshälfte 2017 ins Auge gefasst worden. In diesem Zusammenhang habe die Notenbankchefin ausgeführt, dass der natürliche Zins, welcher weder expansiv noch kontraktiv wirke, im historischen Vergleich sehr niedrig sei und der Leitzins daher nicht mehr allzu sehr steigen müsse, um das entsprechende Niveau zu erreichen.
Die Analysten würden denken, dass die US-Notenbank versuchen werde, eine ausgewogene Balance zwischen Bilanzverkürzung und Zinserhöhung zu arrangieren. Zwar habe die FED-Chefin in ihrem Rechenschaftsbericht darauf verwiesen, dass Bilanzveränderungen in "normalen Zeiten" nicht als aktives geldpolitisches Instrument eingesetzt würden. Dennoch würden die Analysten bereits im September mit dem Beschluss rechnen, ab Oktober 2017 weniger fällig werdende Anleihen zu reinvestieren. Dem von den Analysten erwarteten Zinserhöhungsschritt im Dezember dürfte dann nur noch eine weitere Anhebung der FED Funds Rate in 2018 folgen.
Diese Einschätzung werde durch den Blick auf die Preisindices in den USA bestätigt. So habe sich die Teuerung in den vergangenen Monaten zwar - bedingt durch den kräftigen Anstieg der Ölpreise im Vergleich zum Vorjahr - deutlich nach oben bewegt. Im Juni dürfte die Jahresrate der Produzentenpreise aber wieder unter die Marke von 2% gefallen sein.
Dadurch bleibe wohl auch der Druck bei den Konsumentenpreisen überschaubar. Daher würden die Analysten für die kommenden Monate davon ausgehen, dass sich die Inflation ebenfalls nur im Bereich von 2% bewegen werde. Im Jahresdurchschnitt 2017 würden die Analysten mit einem Preisanstieg von 2,0% rechnen (2018e: 1,9%). Den geringen Preisdruck spiegele auch das jüngste Beige Book der FED wider. Zwar würden die meisten FED-Distrikte ein moderates Anziehen der Teuerung melden, in einigen FED-Bezirken sei indes bereits wieder ein rückläufiger Trend festgestellt worden. (13.07.2017/alc/a/a)
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