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USA: Verflogene Inflationsängste
15.02.18 08:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wenn viele Akteure mit einer Überraschung rechnen, dann ist es eigentlich keine richtige Überraschung mehr, so die Analysten der Deutschen Bank.
Genau dieses Phänomen habe man gestern nach Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise beobachten können, die im Monatsvergleich um 0,545 Prozent gestiegen seien und nur wegen ein paar Nachkommastellen nicht sogar mit einem Plus von 0,6 Prozent ausgewiesen worden seien. Im Vergleich zur mittleren Erwartung der Ökonomen von 0,3 Prozent sehe die Entwicklung der Konsumentenpreise damit recht rasant aus. Allerdings zeige eine Umfrage von Bloomberg, dass der Konsens der Ökonomen zwar bei einem Zentralwert von 0,3 Prozent gelegen habe, aber 30 der 74 Befragten ein Plus von 0,4 Prozent vorhergesagt hätten und sich daher ein Durchschnitt von 0,34 Prozent ergeben habe. Was ein paar Rundungsdifferenzen alles ausmachen könnten. Aber die Inflation habe mit 2,1 Prozent auch im Jahresvergleich über der Konsensprognose von 1,9 Prozent gelegen.
In der Kernrate sei die Abweichung von den Prognosen nach oben indes nicht ganz so dramatisch ausgefallen. Interessant noch im Inflationsbericht: Die Lohnkosten (durchschnittliche Stundenlöhne), die im Arbeitsmarktbericht vom vorvergangenen Freitag überraschend über den Erwartungen rangiert und vielerorts für zum Teil massive Inflationsängste in den USA gesorgt hätten, seien im gestrigen Bericht relativ gedämpft geblieben - die durchschnittlichen realen Wochenlöhne seien im Januar im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt sogar gefallen - genauso wie die Stundenlöhne.
Auch wenn sich wohl nur wenige Marktteilnehmer die Mühe gemacht haben dürften, die heutigen Zahlen so genau zu beleuchten, habe es sowohl für die Aktienmärkte als auch für den Euro zunächst einen heftigen, jedoch kurzzeitigen Abverkauf gegeben. Aber bereits eine Stunde nach Veröffentlichung der Inflationsdaten hätten beide sogar noch fester als zuvor notiert. Daran hätten auch die deutlich schlechter als erwartet ausgefallenen USEinzelhandelsumsätze nichts mehr geändert. Am Ende bewege sich der Euro nun sogar in einem steileren kurzfristigen Aufwärtstrend zwischen 1,2255/60 und 1,2705. (15.02.2018/alc/a/a)
Genau dieses Phänomen habe man gestern nach Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise beobachten können, die im Monatsvergleich um 0,545 Prozent gestiegen seien und nur wegen ein paar Nachkommastellen nicht sogar mit einem Plus von 0,6 Prozent ausgewiesen worden seien. Im Vergleich zur mittleren Erwartung der Ökonomen von 0,3 Prozent sehe die Entwicklung der Konsumentenpreise damit recht rasant aus. Allerdings zeige eine Umfrage von Bloomberg, dass der Konsens der Ökonomen zwar bei einem Zentralwert von 0,3 Prozent gelegen habe, aber 30 der 74 Befragten ein Plus von 0,4 Prozent vorhergesagt hätten und sich daher ein Durchschnitt von 0,34 Prozent ergeben habe. Was ein paar Rundungsdifferenzen alles ausmachen könnten. Aber die Inflation habe mit 2,1 Prozent auch im Jahresvergleich über der Konsensprognose von 1,9 Prozent gelegen.
In der Kernrate sei die Abweichung von den Prognosen nach oben indes nicht ganz so dramatisch ausgefallen. Interessant noch im Inflationsbericht: Die Lohnkosten (durchschnittliche Stundenlöhne), die im Arbeitsmarktbericht vom vorvergangenen Freitag überraschend über den Erwartungen rangiert und vielerorts für zum Teil massive Inflationsängste in den USA gesorgt hätten, seien im gestrigen Bericht relativ gedämpft geblieben - die durchschnittlichen realen Wochenlöhne seien im Januar im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt sogar gefallen - genauso wie die Stundenlöhne.
Auch wenn sich wohl nur wenige Marktteilnehmer die Mühe gemacht haben dürften, die heutigen Zahlen so genau zu beleuchten, habe es sowohl für die Aktienmärkte als auch für den Euro zunächst einen heftigen, jedoch kurzzeitigen Abverkauf gegeben. Aber bereits eine Stunde nach Veröffentlichung der Inflationsdaten hätten beide sogar noch fester als zuvor notiert. Daran hätten auch die deutlich schlechter als erwartet ausgefallenen USEinzelhandelsumsätze nichts mehr geändert. Am Ende bewege sich der Euro nun sogar in einem steileren kurzfristigen Aufwärtstrend zwischen 1,2255/60 und 1,2705. (15.02.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 23.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


