USA: Verbraucher- und Produzentenpreisinflation


10.12.24 09:25
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Zu den wichtigen US-Datenveröffentlichungen in dieser Woche gehören die NFIB-Umfrage zum Geschäftsklima kleiner Unternehmen (Dienstag), die Verbraucherpreisinflation für November und der reale durchschnittliche Stundenlohn (Mittwoch), die Produzentenpreisinflation (Donnerstag) und die Export-/Importpreise (Freitag), so die Analysten von Postbank Research.

Im Oktober habe die Inflation zum Vorjahr bei 2,6% gelegen, und die Kernrate habe bei 3,3% verharrt. Die Teuerung habe über dem Wert vom September gelegen, während die Kernrate unverändert geblieben sei. Der Konsens sei, dass sich beide jährlichen VPI-Werte für November seitwärts bewegen würden, wobei Wohnen die wichtigste Komponente bleibe. Der Konsens gehe auch davon aus, dass die Produzentenpreisinflation zum Vorjahr im November gegenüber Oktober (2,4%) leicht ansteigen werde. Der robuste Arbeitsmarkt, mit Konsenserwartungen für einen Anstieg der Jahreseinkommen um 3,9% gegenüber dem Vorjahr, unterstütze die hohe Verbrauchernachfrage, was sich auf die Inflation auswirken würde.

Die derzeitigen langsamen Fortschritte beim Inflationsabbau könnten durch die mögliche Politik der nächsten Trump-Regierung (robuste Inlandsnachfrage, steigende Staatsverschuldung und höhere Einfuhrzölle) weiter beeinträchtigt werden. Infolgedessen gehe man davon aus, dass sich die Inflation seitwärts bewegen und leicht über dem Ziel der Fed bleiben werde. Für die Jahre 2025 und 2026 würden durchschnittliche jährliche VPI-Raten von 2,4% prognostiziert. Man rechne damit, dass die Fed bei ihrer nächsten Entscheidung die Zinsen um 25 Basispunkte senken werde.

Fazit: Obwohl sich die Verbraucherpreisentwicklung im November stabil zeigen könnte, werde auf der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) am 17. und 18. Dezember weiterhin eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet. (Ausgabe vom 09.12.2024) (10.12.2024/alc/a/a)