USA: Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation


09.01.24 10:06
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Nach einer schwierigen ersten Woche für Anleihen und Aktien und einem überraschend starken Arbeitsmarktbericht, durch den Zinssenkungserwartungen gedämpft wurden, dürften die US-Märkte nach einer soliden Basis suchen, die sie in den Inflationsdaten finden könnten, so die Analysten von Postbank Research.

Für die Verbraucherpreisinflation erwarte der Konsens einen Wert von 0,2% gegenüber dem Vormonat im Dezember, was durch eine saisonale Komponente bedingt sei. Dies würde die Jahresrate auf 3,3% bringen, womit sie um zwei Zehntel über der Novemberrate liegen würde. Für die Kern-Verbraucherpreisinflation rechne der Konsens ebenfalls mit einem Wert von 0,2% gegenüber Vormonat im Dezember, was einen Rückgang der Jahresrate auf 3,8% gegenüber 4,0% im November bedeuten würde.

Was die Erzeugerpreise anbelange, so dürfte sich die dezente Erholung im Verarbeitenden Gewerbe in den entsprechenden Indices niederschlagen. Dem Konsens zufolge dürfte die Erzeugerpreisinflation sowohl mit als auch ohne Energie und Nahrungsmittel um 20 Basispunkte höher sein als der Wert vom Dezember. Trotz dieser Anstiege dürften die annualisierten Daten im ersten Fall aber immer noch unter 1% und im zweiten Fall nahe bei 2% liegen, was im Einklang mit einem weniger restriktiven Kurs der FED stehe.

Fazit: In den USA stehe eine wichtige Woche für die Märkte bevor, denn die letzten Inflationsdaten des Jahres (2023) würden veröffentlicht. (Ausgabe vom 08.01.2024) (09.01.2024/alc/a/a)