USA: Über zwei Leitzinssenkungen am Markt eingepreist


12.06.19 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wie sich gestern erneut zeigte, scheint die gute Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar seit Anfang des Monats mehr auf eine Dollar-Schwäche als auf eine Euro-Stärke zurückzuführen zu sein, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

In Ermangelung neuer ökonomischer Daten habe der Euro seinen Aufwertungstrend zunächst fortsetzen können. Durch das überraschende Abgleiten des Sentix-Index für das Investorenvertrauen in der Eurozone in den negativen Bereich habe die Gemeinschaftswährung jedoch einen Dämpfer erhalten. Zusätzlich habe sich im Mai die Stimmung kleiner US-Unternehmen laut NFIB-Index verbessert, der entgegen den Erwartungen auf das höchste Niveau seit dem US-Regierungsstillstand angestiegen sei, was den Dollar gestützt habe. Obwohl darüber hinaus die US-Produzentenpreise den Erwartungen entsprochen hätten, habe der Greenback erneut schwächer gegenüber dem Euro geschlossen. Verantwortlich dafür seien auch Twitter-Kommentare von US-Präsident Trump gewesen, der den Euro als unterbewertet und die FED aufgrund zu hoher Leitzinsen als ahnungslos bezeichnet habe.

Am Markt würden derweil weiterhin über zwei Leitzinssenkungen in den USA eingepreist. Darüber hinaus erwarte der Markt inzwischen mit einer 20-prozentigen Wahrscheinlichkeit eine Leitzinssenkung bereits auf der FED-Sitzung nächste Woche. Würden diese Erwartungen jedoch enttäuscht, dürfte das dem US-Dollar zu neuer Stärke verhelfen. (12.06.2019/alc/a/a)




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