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USA: Swapmärkte preisen zunehmend Zinswende für September ein
16.07.24 09:15
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Stimmungsindikatoren für den Juni lieferten Warnsignale für die US-amerikanische Konjunktur: Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes sank von 48,7 auf 48,5 Zähler weiter in den Schrumpfungsbereich hinein, so die Analysten von Postbank Research.
Völlig unerwartet sei der ISM-Index der Dienstleistungen von 53,8 auf 48,8 Punkte gestürzt, ein Dreijahrestief. Auch das Conference Board Verbrauchervertrauen sei im Juni ebenfalls gesunken, und zwar von 101,3 auf 100,4 Punkte.
Im Juni sei die CPI-Inflationsrate unerwartet deutlich auf 3,0 Prozent gefallen, die Kernrate ebenfalls auf 3,3 Prozent, während die PCE-Kernrate im Mai von 2,8 auf 2,6 Prozent gesunken sei.
Auch der Arbeitsmarkt liefere leichte Schwächesignale: Die neugeschaffenen Stellen der beiden Vormonate seien um 111 Tsd. abwärts revidiert worden, die Arbeitslosenquote sei auf 4,1 Prozent gestiegen. Die offenen Stellen gemäß JOLTS-Report hätten jedoch im Mai noch von 7,919 auf 8,140 Millionen zugelegt.
Die Terminmärkte würden eine Zinswende nun für den September einpreisen, die FED sei gemäß ihrem Dot-Plot im Juni hingegen von einer ersten Zinssenkung im Dezember ausgegangen. Die Analysten würden drei mögliche Zinsschritte bis zum Jahresende sehen.
Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries sei von 4,20 Prozent Mitte Juni auf 4,50 Prozent Anfang Juli geklettert. Nach den ISM- und Arbeitsmarktdaten sei es dann wieder retour auf 4,30 Prozent gegangen. Sollte die FED mit der Zinswende entgegen der Markterwartung doch bis ins Schlussquartal warten, könnten sie in sechs Monaten mit 4,60 Prozent etwas höher als aktuell rentieren. (Ausgabe Zinsbulletin Juli 2024) (16.07.2024/alc/a/a)
Völlig unerwartet sei der ISM-Index der Dienstleistungen von 53,8 auf 48,8 Punkte gestürzt, ein Dreijahrestief. Auch das Conference Board Verbrauchervertrauen sei im Juni ebenfalls gesunken, und zwar von 101,3 auf 100,4 Punkte.
Auch der Arbeitsmarkt liefere leichte Schwächesignale: Die neugeschaffenen Stellen der beiden Vormonate seien um 111 Tsd. abwärts revidiert worden, die Arbeitslosenquote sei auf 4,1 Prozent gestiegen. Die offenen Stellen gemäß JOLTS-Report hätten jedoch im Mai noch von 7,919 auf 8,140 Millionen zugelegt.
Die Terminmärkte würden eine Zinswende nun für den September einpreisen, die FED sei gemäß ihrem Dot-Plot im Juni hingegen von einer ersten Zinssenkung im Dezember ausgegangen. Die Analysten würden drei mögliche Zinsschritte bis zum Jahresende sehen.
Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries sei von 4,20 Prozent Mitte Juni auf 4,50 Prozent Anfang Juli geklettert. Nach den ISM- und Arbeitsmarktdaten sei es dann wieder retour auf 4,30 Prozent gegangen. Sollte die FED mit der Zinswende entgegen der Markterwartung doch bis ins Schlussquartal warten, könnten sie in sechs Monaten mit 4,60 Prozent etwas höher als aktuell rentieren. (Ausgabe Zinsbulletin Juli 2024) (16.07.2024/alc/a/a)


