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USA: Swap-Märkte preisen die nächste Zinssenkung nun für Juli ein


03.02.26 09:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate der Verbraucherpreise in den USA fiel im November unerwartet auf 2,7% bzw. 2,6% in der Kernrate, so die Analysten von Postbank Research.

Im Dezember hätten beide Raten auf diesem Niveau verharrt, für die Kernrate sei zuvor ein leichter Anstieg erwartet worden.

Der Arbeitsmarktreport für den Dezember habe ein gemischtes Bild geliefert: Die Anzahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft habe mit 50.000 etwas geringer zugenommen als erwartet, die beiden Vormonate seien leicht abwärts revidiert worden. Die Erwerbsquote sei leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote habe von ursprünglich gemeldeten 4,6%, die dann auf 4,5% abwärts revidiert worden seien, im Vormonat auf 4,4% im Dezember nachgegeben.

Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes sei im Dezember unerwartet von 48,2 auf 47,9 Zähler gesunken, die Subindices der Neuaufträge bzw. Beschäftigung hätten trotz eines leichten Anstiegs unterhalb der Expansionsschwelle verharrt. Der ISM-Index der Dienstleistungen sei unerwartet von 52,6 auf 54,4 gestiegen. Hier seien die Subindices für die Neuaufträge und die Beschäftigung kräftig angestiegen und würden sich nun merklich innerhalb der Expansionszone befinden.

Das Conference Board Verbrauchervertrauen habe im Dezember leicht nachgegeben, der Uni of Michigan-Index sich weiter stabilisiert.

Die Swap-Märkte würden nach der erneuten Zinssenkung im September die nächste nun für Juli einpreisen, für 2026 insgesamt weniger als 50 Basispunkte.

Der US-Dollar habe zum Euro auf ein Sechs-Wochen-Hoch bei EUR/USD 1,1570 aufgewertet, bevor er nach der Ankündigung von US-Zöllen infolge der Grönland-Diskussion schnell auf EUR/USD 1,1768 abgewertet habe . Bis Ende Juni 2026 dürfte der Euro weiter in Richtung 1,20 aufwerten. (Währungsbulletin Februar 2026) (03.02.2026/alc/a/a)