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USA: Der Shutdown hält an, weniger Daten und eine gespaltene FED


05.11.25 10:30
Oberbank

Linz (www.anleihencheck.de) - Bisher hält der Government Shutdown in den USA an und ist mit heute der bisher historisch am längsten andauernde Shutdown, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.

Das bedeute auch, dass wichtige Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten von den öffentlichen Statistikämtern nicht oder nur deutlich verspätet veröffentlicht werden könnten. Die FED und alle anderen Marktteilnehmer würden im Endeffekt mit weniger Informationen arbeiten, welche eine geringere Validität hätten. Die FED selbst scheine momentan gespalten zu sein hinsichtlich der Vorgehensweise in der Zinspolitik der nächsten Monate. Auf der einen Seite habe es vom Vorsitzenden Jerome Powell nach der letzten Zinssenkung "hawkische" Töne gegeben, welche eine weitere Zinssenkung um 0,25% im Dezember in Frage gestellt hätten. Auf der anderen Seite sei der kürzlich von Trump eingesetzte Stephen Miran (Mitglied des Leitungsgremiums) weiterhin ein starker Befürworter von schnellen Zinssenkungen. Der schwächere Arbeitsmarkt und die leicht besseren Daten zur Inflation in den Vormonaten würden scheinbar die Sichtweise jener in der FED stützen, welche analog zum US-Präsidenten Trump, für schnelle Zinssenkungen plädieren würden (ohne lang abzuwarten).

Im Endeffekt scheine das Wort des Vorsitzenden Powell weiterhin Gewicht zu haben. Nach seiner Ansprache sei der US-Dollar unmittelbar fester geworden. Der US-Dollar selbst schwanke weiterhin stark zwischen 1,1500 und 1,1800. Es gebe Versuche sowohl nach unten als auch nach oben auszubrechen. Die kontinuierliche Entspannung in der internationalen Handelspolitik habe in dieser Situation auch mitgeholfen den Kurs zu stabilisieren. (05.11.2025/alc/a/a)