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USA: Bei Schwächen in kommenden zwei Arbeitsmarktberichten dürfte weitere Leitzinssenkung im September sicher sein


02.08.19 09:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Schwächer als erwartet, aber im globalen Vergleich immer noch sehr gut. Mit 52,0 Punkten war der US-Stimmungsindikator für das Verarbeitende Gewerbe ISM erwartet worden - mit 51,2 Punkten wurde der berichtet, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Damit liege er noch immer im expansiven Bereich. Nach dem extrem schwachen Chicago-FED-Stimmungsindikator hätten viele Marktteilnehmer wahrscheinlich mit einer schwächeren Zahl gerechnet. Der Euro-Wechselkurs zum US-Dollar habe sich in der Folge etwas stabilisieren können, im Tagesverlauf sei er der 1,10 fast schon gefährlich nahe gekommen. Die Details des Stimmungsindikators hätten aber nicht zu überzeugen gewusst. Sowohl der Indikator für die Beschäftigung als auch der für die Preisentwicklung hätten deutlich nachgegeben und könnten damit auf eine beginnende Abschwächung am Arbeitsmarkt sowie auf eine weiterhin niedrige Inflation hindeuten.

Auch heute werde ohne Frage der Arbeitsmarkt im Mittelpunkt stehen. Die gute Beschäftigungsentwicklung, eine stabile Lohnentwicklung und die daraus resultierende Konsumlaune dürften die Hauptgründe gewesen sein, warum zwei der Mitglieder des Offenmarktausschusses am Mittwoch gegen eine Leitzinsabsenkung gestimmt hätten. Würden sich hier in den kommenden zwei Arbeitsmarktberichten Schwächen zeigen (der eine heute, der andere Anfang September), dürfte eine weitere Leitzinssenkung im September sicher sein. (02.08.2019/alc/a/a)