Erweiterte Funktionen

USA: Renditen im Sinkflug, da Zinswende wohl ante portas


08.12.23 16:20
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Wirtschaftsdaten liefern weitere Anzeichen einer beginnenden Konjunkturabschwächung, so die Analysten von Postbank Research.

Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe habe bei 46,7 Zählern im Kontraktionsbereich verharrt. Der ISM-PMI für Dienstleistungen sei hingegen leicht von 51,8 auf 52,7 Punkte gestiegen. Das Conference Board Verbrauchervertrauen habe sich im November leicht schwächer bei 102,0 stabilisiert.

Im Oktober sei die Inflationsrate von 3,7 auf 3,2 Prozent gesunken, während die Kernrate bei 4,0 Prozent gelegen habe. Die PCE-Kernrate sei im Oktober weiter von 3,7 auf 3,5 Prozent gesunken.

Der Arbeitsmarktbericht für Oktober habe erste Schwächesignale gezeigt: Es seien "nur" 150.000 Stellen neugeschaffen und zudem die Vormonate um 110.000 abwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei auf 3,9 Prozent geklettert. Die offenen Stellen gemäß dem JOLTS-Report hätten sich im Oktober deutlich von 9,35 auf 8,7 Mio. reduziert.

Die Terminmärkte hätten eine weitere Zinserhöhung komplett ausgepreist. Eine erste Zinssenkung werde mit aktuell 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit bereits für April 2024 eingepreist.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries sei von knapp 5,00 Prozent Ende Oktober auf mittlerweile 4,16 Prozent abgestürzt. Sollte die FED die Zinswende mehr oder weniger wie momentan an den Märkten eingepreist vollziehen, dürften sie in sechs Monaten mit 4,10 Prozent in der Nähe des aktuellen Niveaus rentieren. (Zinsbulletin Dezember 2023) (08.12.2023/alc/a/a)