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USA: Renditen der Langläufer weiterhin auf relativ hohem Niveau


16.07.25 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Stimmungsindikatoren fielen für den Juni erneut gemischt aus: Der ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes stieg leicht von 48,5 auf 49,0 Zähler, die Subindices der Neuaufträge und der Beschäftigung gaben jedoch moderat nach, der der bezahlten Preise stieg auf sehr hohem Niveau weiter an, so die Analysten von Postbank Research.

Der ISM-Index der Dienstleistungen sei von 49,9 auf 50,8 zurück in die Expansionszone gestiegen. Dabei sei der Subindex für Neuaufträge von 46,4 auf 51,3 gesprungen. Der für die Beschäftigung habe hingegen spürbar nachgegeben. Das Conference Board Verbrauchervertrauen sei im Juni abgestürzt, während sich der Uni of Michigan-Index stabilisiert habe. Die Inflationserwartungen hätten nachgegeben.

Im April sei die Verbraucherpreisinflation von 2,3 auf 2,4% gestiegen, die Kernrate habe bei 2,8% verharrt, die PCE-Kernrate sei stärker als erwartet von 2,5 auf 2,7% geklettert.

Im Mai hätten die neu besetzten Stellen mit 147.000 spürbar über den Erwartungen gelegen, die beiden Vormonate seien leicht aufwärts revidiert worden. Die Arbeitslosenquote sei auf 4,1% gesunken.

Die Swapmärkte würden eine Zinssenkung um 25 Basispunkte mit 65% Wahrscheinlichkeit für den September einpreisen, und kumuliert insgesamt rund 50 Basispunkte bis zum Jahresende. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries sei von 4,50% Mitte Juni bis auf 4,19% am 1. Juli gesunken. Aktuell stehe sie bei rund 4,35%. Sofern es nicht zu einer starken Eskalation im Handelskonflikt komme und die Märkte nicht zu robust auf die steigende US-Staatsverschuldung reagieren würden, dürften zehnjährige Treasuries Ende 2025 bei 4,45% rentieren. (Zinsbulletin Juli 2025) (16.07.2025/alc/a/a)