Erweiterte Funktionen
USA: Neue CPI-Daten bringen keine Klarheit für das FOMC
11.03.26 15:21
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die neuen Angaben zur Entwicklung der US-Konsumentenpreise offenbaren für den Februar einen nicht überraschenden Anstieg um 0,3% M/M, so die NORD LB.
Entsprechend notiere die Jahresrate der nicht saisonbereinigten Zeitreihe nun bei 2,4%. Es hätte eindeutig schlimmer kommen können - und werde dies aufgrund der aktuellen Kapriolen beim Ölpreis wahrscheinlich auch noch tun.
Der prüfende Blick auf die Details der aktuellen Zahlen zu den US-Konsumentenpreisen zeige zunächst ein Anziehen der Kernrate um nur 0,2% M/M. Hier erhöhe sich die nicht saisonbereinigte Zeitreihe im Jahresvergleich folglich um 2,5%. Die wichtige Komponente "Wohnraum" lege im Vergleich zum Headline-Index mit einer Veränderungsrate von +0,2% M/M ebenfalls etwas langsamer zu. Zudem seien die Preise für gebrauchte Kraftfahrzeuge am aktuellen Rand um 0,4% M/M gesunken.
Trotz der zuletzt wirklich nicht erfreulichen Arbeitsmarktdaten möge aufgrund der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren Inflationsentwicklung ganz kurzfristig eher keine Leitzinssenkung auf der Agenda der US-Notenbank stehen. Auch wenn nur mit einem kurzen Krieg im Iran zu rechnen sein dürfte, existiere ein großes Risiko für ein kurzfristiges Aufflammen von Inflationstendenzen, was die Jahresraten des Konsumentenpreisindexes schon über die Marke von 3,00% heben müsste. Ohne sehr zügige Anpassungen der Fed Funds Target Rate würde sich das reale Leitzinsniveau damit aber in positivem Terrain halten können. Im 2. Halbjahr sollte es dann zu klaren Entspannungstendenzen bei den US-Inflationsraten kommen, was dem FOMC letztlich schon noch eine Verringerung des oberen Bandes der Fed Funds Target Rate auf 3,00% erlauben sollte.
Auch aufgrund der Effekte, welche die Kampfhandlungen im Iran auf den Ölpreis ausübten, sei die Unsicherheit bezüglich des exakten Pfades auf dem Weg hin zu dieser Marke, die auch Rick Rieders Worte während seines "Bewerbungsgesprächs" mit Donald Trump fest im Hinterkopf des US-Präsidenten als Minimalziel für eine notwendige geldpolitische Lockerung verankert haben dürften, kaum seriös vorhersagbar. Selbst mancher stimmberechtigte US-Notenbanker dürfte heute noch nicht genau wissen, wann Zinssenkungen möglich würden. Für die Prognostiker sei der Weg an dieser Stelle nicht das Ziel; bezüglich der letzteren Größe - also des Zieles - sei aber zum Jahresabschluss mit dem Erreichen eines Wertes von 3,00% beim Leitzinsniveau durchaus weiterhin zu rechnen. Das politische und ökonomische Umfeld sollte die Umsetzung entsprechender geldpolitischer Maßnahmen spätestens im Laufe des 2. Halbjahres 2026 erlauben. Der neue FED-Chef Kevin Warsh werde Donald Trump dann die wahrscheinlich fest versprochenen Zinssenkungen liefern müssen.
Fazit: Die Bewegungen bei den US-Konsumentenpreisen hätten im Februar zu keinen großen Überraschungen geführt. Die Zeitreihe steige am aktuellen Rand um 0,3% M/M. Damit notiere die Jahresrate weiterhin bei einem Wert von 2,4%. Die Kernrate lege um 0,2% M/M und 2,5% Y/Y zu. Der Ölpreis müsse nun sehr genau im Auge behalten werden. Spätestens ab dem 2. Halbjahr dürfte es in Washington aber Spielräume für weitere Leitzinssenkungen geben. (11.03.2026/alc/a/a)
Entsprechend notiere die Jahresrate der nicht saisonbereinigten Zeitreihe nun bei 2,4%. Es hätte eindeutig schlimmer kommen können - und werde dies aufgrund der aktuellen Kapriolen beim Ölpreis wahrscheinlich auch noch tun.
Trotz der zuletzt wirklich nicht erfreulichen Arbeitsmarktdaten möge aufgrund der hohen Unsicherheit bezüglich der weiteren Inflationsentwicklung ganz kurzfristig eher keine Leitzinssenkung auf der Agenda der US-Notenbank stehen. Auch wenn nur mit einem kurzen Krieg im Iran zu rechnen sein dürfte, existiere ein großes Risiko für ein kurzfristiges Aufflammen von Inflationstendenzen, was die Jahresraten des Konsumentenpreisindexes schon über die Marke von 3,00% heben müsste. Ohne sehr zügige Anpassungen der Fed Funds Target Rate würde sich das reale Leitzinsniveau damit aber in positivem Terrain halten können. Im 2. Halbjahr sollte es dann zu klaren Entspannungstendenzen bei den US-Inflationsraten kommen, was dem FOMC letztlich schon noch eine Verringerung des oberen Bandes der Fed Funds Target Rate auf 3,00% erlauben sollte.
Auch aufgrund der Effekte, welche die Kampfhandlungen im Iran auf den Ölpreis ausübten, sei die Unsicherheit bezüglich des exakten Pfades auf dem Weg hin zu dieser Marke, die auch Rick Rieders Worte während seines "Bewerbungsgesprächs" mit Donald Trump fest im Hinterkopf des US-Präsidenten als Minimalziel für eine notwendige geldpolitische Lockerung verankert haben dürften, kaum seriös vorhersagbar. Selbst mancher stimmberechtigte US-Notenbanker dürfte heute noch nicht genau wissen, wann Zinssenkungen möglich würden. Für die Prognostiker sei der Weg an dieser Stelle nicht das Ziel; bezüglich der letzteren Größe - also des Zieles - sei aber zum Jahresabschluss mit dem Erreichen eines Wertes von 3,00% beim Leitzinsniveau durchaus weiterhin zu rechnen. Das politische und ökonomische Umfeld sollte die Umsetzung entsprechender geldpolitischer Maßnahmen spätestens im Laufe des 2. Halbjahres 2026 erlauben. Der neue FED-Chef Kevin Warsh werde Donald Trump dann die wahrscheinlich fest versprochenen Zinssenkungen liefern müssen.
Fazit: Die Bewegungen bei den US-Konsumentenpreisen hätten im Februar zu keinen großen Überraschungen geführt. Die Zeitreihe steige am aktuellen Rand um 0,3% M/M. Damit notiere die Jahresrate weiterhin bei einem Wert von 2,4%. Die Kernrate lege um 0,2% M/M und 2,5% Y/Y zu. Der Ölpreis müsse nun sehr genau im Auge behalten werden. Spätestens ab dem 2. Halbjahr dürfte es in Washington aber Spielräume für weitere Leitzinssenkungen geben. (11.03.2026/alc/a/a)


