Erweiterte Funktionen
USA: Moderate Inflation gibt der FED Freiraum zum Abwarten!
12.03.19 14:30
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Vor wenigen Minuten wurden vom Bureau of Labor Statistics aktuelle Daten zu den Konsumentenpreisen (CPI) in den USA bekanntgegeben, so die Analysten der Nord LB.
Demnach sei es im Februar zu einem Anstieg um 0,2% M/M gekommen. Die Jahresrate sei leicht auf 1,5% zurückgegangen - den niedrigsten Stand seit 2016. Im Sommer letzten Jahres habe sie noch bei fast 3% gelegen. Die Verbraucherpreise exklusive Nahrung und Energie hätten ein Plus von 0,1% M/M verzeichnet - die Jahresrate habe sich leicht auf 2,1% verringert.
Die heutigen Daten seien nicht unbedingt mit großer Spannung erwartet worden, da ohnehin mit keinem massiven Anstieg gerechnet worden sei. Nun seien sie auch noch leicht unter den Erwartungen ausgefallen, was das Bild fehlender Inflationsgefahr nur bestätige und keine neue Information liefere.
Immerhin aber scheine nun bei der Inflation bei 1,5% ein Tiefpunkt erreicht worden zu sein: Nachdem die Veränderungsraten der letzten drei Monate als äußerst moderat hätten bezeichnet werden können, sei im Februar der erste Monatsanstieg seit Oktober verzeichnet worden. Ein wesentlicher Grund für diese Tendenz sei der seit Anfang Oktober deutlich gefallene Ölpreis, der sich ab Jahresbeginn aber wieder stabilisiert habe. Entsprechend hätten nun die Energiekosten einen Turnaround aufgewiesen.
Ein wichtiger Faktor für die rückläufige Jahresrate sei ein signifikanter entlastender Basiseffekt: In den letzten Monaten seien eher höhere Vorjahreszuwächse sukzessiv aus der Statistik herausgefallen, was die Inflationsrate deutlicher unter die Marke von 2% gedrückt habe. In diesem Zusammenhang müsse aber angemerkt werden, dass es in den kommenden Monaten tendenziell wohl eher wieder zu gegenteiligen Basiseffekten kommen werde, zudem würden die Analysten von einer gewissen Stabilisierung beim Ölpreis und von preistreibenden Lohnkosten ausgehen. Alle drei Faktoren zusammen dürften damit die Inflationsrate wieder höher treiben. Es werde aber einige Monate dauern bis die Marke von 2% wieder erreicht werde. Das gebe der FED natürlich Raum zum Abwarten.
Die FED lege zu Recht eine Zinspause ein. Neben der Inflationsentwicklung spreche auch die derzeitige Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung gegen eine restriktivere Zinspolitik. Entscheidend für die Geldpolitik würden nun zwei politische Themen sein: Der Handelskonflikt und der Brexit. Sollte eine Einigung zwischen den USA und China erreicht und ein harter Brexit abgewendet werden - wovon die Analysten ausgehen würden - könnten sich die konjunkturellen Wolken schneller, als viele erwarten würden, zurückziehen. In der Folge wäre die FED früher als gedacht wieder am Zuge.
Die Konsumentenpreise in den USA seien nach drei Monaten Konstanz nun im Februar um 0,2% M/M angezogen. Die Jahresrate sei dennoch leicht auf 1,5% zurückgegangen. Die moderate Preisentwicklung sei insbesondere der lange Zeit entlastenden Entwicklung durch den Ölpreis und Basiseffekten geschuldet. In den kommenden Monaten sei aber wieder mit preistreibenden Basiseffekten zu rechnen, sodass ein Anziehen der Inflation in Richtung 2% absehbar sei. Die Federal Reserve warte derzeit zu Recht ab. Sobald die kritischen Themen wie Handelskonflikt und Brexit halbwegs ordentlich gelöst worden seien und die Inflationsrate wieder angezogen sei - wovon die Analysten ausgehen würden - sollte man mit einer Zinsanhebung der FED im weiteren Verlauf des Jahres aber wieder rechnen. (12.03.2019/alc/a/a)
Demnach sei es im Februar zu einem Anstieg um 0,2% M/M gekommen. Die Jahresrate sei leicht auf 1,5% zurückgegangen - den niedrigsten Stand seit 2016. Im Sommer letzten Jahres habe sie noch bei fast 3% gelegen. Die Verbraucherpreise exklusive Nahrung und Energie hätten ein Plus von 0,1% M/M verzeichnet - die Jahresrate habe sich leicht auf 2,1% verringert.
Die heutigen Daten seien nicht unbedingt mit großer Spannung erwartet worden, da ohnehin mit keinem massiven Anstieg gerechnet worden sei. Nun seien sie auch noch leicht unter den Erwartungen ausgefallen, was das Bild fehlender Inflationsgefahr nur bestätige und keine neue Information liefere.
Ein wichtiger Faktor für die rückläufige Jahresrate sei ein signifikanter entlastender Basiseffekt: In den letzten Monaten seien eher höhere Vorjahreszuwächse sukzessiv aus der Statistik herausgefallen, was die Inflationsrate deutlicher unter die Marke von 2% gedrückt habe. In diesem Zusammenhang müsse aber angemerkt werden, dass es in den kommenden Monaten tendenziell wohl eher wieder zu gegenteiligen Basiseffekten kommen werde, zudem würden die Analysten von einer gewissen Stabilisierung beim Ölpreis und von preistreibenden Lohnkosten ausgehen. Alle drei Faktoren zusammen dürften damit die Inflationsrate wieder höher treiben. Es werde aber einige Monate dauern bis die Marke von 2% wieder erreicht werde. Das gebe der FED natürlich Raum zum Abwarten.
Die FED lege zu Recht eine Zinspause ein. Neben der Inflationsentwicklung spreche auch die derzeitige Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung gegen eine restriktivere Zinspolitik. Entscheidend für die Geldpolitik würden nun zwei politische Themen sein: Der Handelskonflikt und der Brexit. Sollte eine Einigung zwischen den USA und China erreicht und ein harter Brexit abgewendet werden - wovon die Analysten ausgehen würden - könnten sich die konjunkturellen Wolken schneller, als viele erwarten würden, zurückziehen. In der Folge wäre die FED früher als gedacht wieder am Zuge.
Die Konsumentenpreise in den USA seien nach drei Monaten Konstanz nun im Februar um 0,2% M/M angezogen. Die Jahresrate sei dennoch leicht auf 1,5% zurückgegangen. Die moderate Preisentwicklung sei insbesondere der lange Zeit entlastenden Entwicklung durch den Ölpreis und Basiseffekten geschuldet. In den kommenden Monaten sei aber wieder mit preistreibenden Basiseffekten zu rechnen, sodass ein Anziehen der Inflation in Richtung 2% absehbar sei. Die Federal Reserve warte derzeit zu Recht ab. Sobald die kritischen Themen wie Handelskonflikt und Brexit halbwegs ordentlich gelöst worden seien und die Inflationsrate wieder angezogen sei - wovon die Analysten ausgehen würden - sollte man mit einer Zinsanhebung der FED im weiteren Verlauf des Jahres aber wieder rechnen. (12.03.2019/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


