USA: Leitzinssenkungen sind wohl nur eine Frage der Zeit


06.06.19 08:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar schien es sich gerade zwischen 1,12 und 1,13 gemütlich zu machen, als der US-Arbeitsmarktbericht des privaten Anbieters ADP deutlich schwächer als erwartet berichtet wurde, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Der überraschend starke Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor habe die durch den ADP-Bericht verursachten Konjunktursorgen jedoch wieder beruhigt. Die scheinbare Euro-Stärke der letzten Tage sei insgesamt eher eine Schwäche des US-Dollars. Zumindest sei in den letzten fünf Handelstagen keine G10-Währung schwächer gewesen und selbst unter den Währungen der Schwellenländer finde sich nur eine Handvoll, die gegen den US-Dollar abgewertet habe.

Der Markt habe sich - laut Terminkontrakten - auf mindestens eine US-Leitzinssenkung noch in diesem Jahr eingeschossen. Bereits für Juli schätze der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Absenkung auf 70 Prozent. Eine Reihe von FED-Mitgliedern scheine dieser Einschätzung, laut diverser Kommentare, zumindest nicht widersprechen zu wollen. In den letzten Jahren sei der FED viel daran gelegen gewesen, die Markterwartungen nicht zu stark von den eigenen divergieren zu lassen. Aus dieser Beobachtung könnte man durchaus den Schluss ziehen, dass Leitzinssenkungen in den USA nur eine Frage der Zeit seien. In der Vergangenheit habe der Dollar zwischen den ersten Hinweisen einer Absenkung und dem ersten Zinsschritt immer eine Schwäche gezeigt, was ein Aufwärtsrisiko für den Euro darstelle. (06.06.2019/alc/a/a)




hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
2,15 % 2,15 % -   % 0,00% 31.05./17:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
XFARIV001614 2,65 % 2,15 %