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USA: Leitzins und Zinsaussichten moderat angehoben
15.12.16 10:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Federal Reserve hat auf ihrer gestrigen Sitzung die Leitzinsen in den USA wenig überraschend um 25 Basispunkte auf 0,75% angehoben (obere Grenze für die FED Funds Target Rate), so die Analysten der Nord LB.
Im FOMC-Statement seien einige wenige Anpassungen vorgenommen worden, um den Zinsschritt zu rechtfertigten. So habe die wirtschaftliche Aktivität moderat an Dynamik gewonnen und die Arbeitslosenquote sei weiter gefallen. Aufgrund der realisierten und zu erwartenden Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt und der etwas erhöhten Inflationstendenzen sei der Zinsschritt notwendig. Diesmal hätten sich die FOMC-Mitglieder in vorweihnachtlicher Eintracht (keine abweichende Meinungen) gezeigt.
In den Projektionen hätten die Notenbanker die Wachstumserwartung für 2017 marginal angehoben. Die Währungshüter würden mit einem BIP-Wachstum von 1,9% bis 2,3% (bisher: 1,9% bis 2,2%) rechnen. Für 2018 würden sie ein BIP-Wachstum von ebenfalls etwas höheren 1,8% bis 2,2% (bisher: 1,8% bis 2,1%) voraussehen. Die Projektionen für die Inflationsrate seien leicht nach oben korrigiert worden.
Im Fokus hätten die Projektionen für die FED Funds Target Rate gestanden: Demnach gehe die Notenbank in 2017 nun von drei statt bisher zwei Zinsanhebungen aus - allerdings habe der Median der Gremiumsmitglieder nur marginal zugelegt (genau: um 7 Bp von 1,31% auf 1,38%). Dese leicht nach oben verschobene Tendenz in den Projektionen sei auch für das übernächste Jahr erkennbar, wobei es in 2018 bei dem anvisierten Leitzins von 2,00% bleibe. Insofern werde bis Ende 2018 unverändert mit noch fünf Zinsschritten gerechnet, nun aber drei in 2017 und nur zwei in 2018.
In der anschließenden Pressekonferenz habe Notenbankpräsidentin Janet Yellen betont, dass sie perspektivisch eine etwas höhere Dynamik beim Wirtschaftswachstum erwarte. Derzeit sei es aber noch zu früh, die Wirkungen einer neuen Fiskalpolitik unter Trump genau abschätzen zu können. Inwiefern die neue Politik zu einer Verschärfung der geldpolitischen Gangart führen könnte, habe sie entsprechend offen gelassen. Der Weg zu einer von der FED angestrebten langsamen Normalisierung der US-Geldpolitik sei aber eingeschlagen worden.
Der Euro sei unter Druck geraten und unter 1,05 USD gefallen. Perspektivisch würden die Analysten ihn aber nicht deutlich unter seinem derzeitigen Niveau sehen: Die FED werde weiterhin vorsichtig vorgehen nur bei intaktem Konjunkturverlauf handeln. Während derzeit zwei oder sogar drei Zinsschritte in 2017 eingepreist seien, dürften im kommenden Jahr die Diskussionen über ein mögliches Tapering der EZB beginnen, was den Druck auf die Gemeinschaftswährung bremsen werde.
Für die internationalen Aktienmärkte müsste das leichte Anheben der US-Leitzinsen nicht zwangsläufig zum Problem werden. Schließlich dürfte die US-Notenbank nur dann handeln, wenn die Wirtschaftslage in den USA eine Leitzinsanhebung auch wirklich zulasse. Insofern wäre ein Zinsschritt der Zentralbank in Washington vor allem ein Signal in Richtung einer erfreulichen Entwicklung der US-Konjunktur - genau so sollte dies aktuell auch aufgefasst werden.
Die FED habe - wie erwartet - das US-Leitzinsniveau moderat angehoben. Die Signale aus dem Statement, den Projektionen und von Janet Yellen würden erwarten lassen, dass weitere Leitzinsschritte auch in 2017 klar auf der Agenda bleiben würden. Dazu bedürfe es aber weiterer guter Wirtschaftsdaten, wovon die Notenbank aber tendenziell ausgehe. Entsprechend habe sie die Aussichten auf weitere Zinsanhebungen verstärkt - auch das Tempo dürfte etwas höher ausfallen als mit nur einem Zinsschritt jeweils in 2015 und 2016. Eine Stellungnahme zu der Trumpschen Politik habe Janet Yellen aus gutem Grund vermieden. Der Weg einer Normalisierung der US-Geldpolitik sei nun eingeschlagen worden. Dennoch bleibe es dabei, dass sich die Federal Reserve im Falle von kurzzeitigen Marktirritationen oder Wachstumsdellen auch immer wieder zurückhalten könne. (15.12.2016/alc/a/a)
Im FOMC-Statement seien einige wenige Anpassungen vorgenommen worden, um den Zinsschritt zu rechtfertigten. So habe die wirtschaftliche Aktivität moderat an Dynamik gewonnen und die Arbeitslosenquote sei weiter gefallen. Aufgrund der realisierten und zu erwartenden Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt und der etwas erhöhten Inflationstendenzen sei der Zinsschritt notwendig. Diesmal hätten sich die FOMC-Mitglieder in vorweihnachtlicher Eintracht (keine abweichende Meinungen) gezeigt.
In den Projektionen hätten die Notenbanker die Wachstumserwartung für 2017 marginal angehoben. Die Währungshüter würden mit einem BIP-Wachstum von 1,9% bis 2,3% (bisher: 1,9% bis 2,2%) rechnen. Für 2018 würden sie ein BIP-Wachstum von ebenfalls etwas höheren 1,8% bis 2,2% (bisher: 1,8% bis 2,1%) voraussehen. Die Projektionen für die Inflationsrate seien leicht nach oben korrigiert worden.
In der anschließenden Pressekonferenz habe Notenbankpräsidentin Janet Yellen betont, dass sie perspektivisch eine etwas höhere Dynamik beim Wirtschaftswachstum erwarte. Derzeit sei es aber noch zu früh, die Wirkungen einer neuen Fiskalpolitik unter Trump genau abschätzen zu können. Inwiefern die neue Politik zu einer Verschärfung der geldpolitischen Gangart führen könnte, habe sie entsprechend offen gelassen. Der Weg zu einer von der FED angestrebten langsamen Normalisierung der US-Geldpolitik sei aber eingeschlagen worden.
Der Euro sei unter Druck geraten und unter 1,05 USD gefallen. Perspektivisch würden die Analysten ihn aber nicht deutlich unter seinem derzeitigen Niveau sehen: Die FED werde weiterhin vorsichtig vorgehen nur bei intaktem Konjunkturverlauf handeln. Während derzeit zwei oder sogar drei Zinsschritte in 2017 eingepreist seien, dürften im kommenden Jahr die Diskussionen über ein mögliches Tapering der EZB beginnen, was den Druck auf die Gemeinschaftswährung bremsen werde.
Für die internationalen Aktienmärkte müsste das leichte Anheben der US-Leitzinsen nicht zwangsläufig zum Problem werden. Schließlich dürfte die US-Notenbank nur dann handeln, wenn die Wirtschaftslage in den USA eine Leitzinsanhebung auch wirklich zulasse. Insofern wäre ein Zinsschritt der Zentralbank in Washington vor allem ein Signal in Richtung einer erfreulichen Entwicklung der US-Konjunktur - genau so sollte dies aktuell auch aufgefasst werden.
Die FED habe - wie erwartet - das US-Leitzinsniveau moderat angehoben. Die Signale aus dem Statement, den Projektionen und von Janet Yellen würden erwarten lassen, dass weitere Leitzinsschritte auch in 2017 klar auf der Agenda bleiben würden. Dazu bedürfe es aber weiterer guter Wirtschaftsdaten, wovon die Notenbank aber tendenziell ausgehe. Entsprechend habe sie die Aussichten auf weitere Zinsanhebungen verstärkt - auch das Tempo dürfte etwas höher ausfallen als mit nur einem Zinsschritt jeweils in 2015 und 2016. Eine Stellungnahme zu der Trumpschen Politik habe Janet Yellen aus gutem Grund vermieden. Der Weg einer Normalisierung der US-Geldpolitik sei nun eingeschlagen worden. Dennoch bleibe es dabei, dass sich die Federal Reserve im Falle von kurzzeitigen Marktirritationen oder Wachstumsdellen auch immer wieder zurückhalten könne. (15.12.2016/alc/a/a)
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