USA: Kerninflation bleibt mäßig


28.06.19 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Kernverbraucherpreise sind im Mai gegenüber dem Vormonat lediglich um 0,1% gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Die hierin nicht berücksichtigten Energiepreise seien im Beobachtungszeitraum um 0,6% im Vormonatsvergleich und damit erstmals seit Januar dieses Jahres zurückgegangen. Da sich aber zugleich Nahrungsmittel vergleichsweise kräftig um 0,3% verteuert hätten, habe sich für die gesamten Verbraucherpreise wie für die Kernverbraucherpreise ein Anstieg um 0,1% ergeben. Die Inflationsrate sei im Zuge dessen von 2,0% auf 1,8% gesunken, während die Kernteuerung von 2,1% auf 2,0% nachgegeben habe. Der Preisdruck in der US-Wirtschaft sei damit trotz eines weiterhin soliden Konjunkturumfelds und eines engen Arbeitsmarkts verhalten. Hieran dürfte sich auch auf Sicht der kommenden Monate wenig ändern.

So sei es durchaus möglich, dass die Lohnsteigerungen am US-Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt inzwischen überschritten hätten, sodass von dieser Seite nicht mehr mit einem zunehmenden Druck auf die Kernverbraucherpreise zu rechnen sei. Die Kerninflationsrate dürfte sich vor diesem Hintergrund im weiteren Jahresverlauf im Bereich von 2% bewegen und auch im Jahresdurchschnitt dieses Niveau erreichen. Die gesamte Teuerungsrate dürfte angesichts eines geringeren Preisdrucks seitens der Energiekomponente hinter diesem Niveau zurückbleiben. (Ausgabe vom 25.06.2019) (28.06.2019/alc/a/a)