USA: Inflationszahlen stehen an


12.03.19 10:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Viele Devisenhändler scheinen sich Anfang der Woche noch immer gefragt zu haben, was Mario Draghi und die EZB mit ihren Ankündigungen letzten Donnerstag wohl gemeint haben, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Vielleicht lasse sich auf diese Weise das augenscheinliche Desinteresse des Marktes an den gestern erschienenen Daten erklären - seien es schwache deutsche Zahlen zur Industrieproduktion, besser als erwartete Außenhandelszahlen oder starke Einzelhandelszahlen aus den USA. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sei stabil geblieben und habe für die meiste Zeit in einem recht engen Band zwischen 1,1230 und 1,1250 oszilliert.

Vielleicht würden die Devisenhändler aber auch nur auf die heute erscheinenden Inflationszahlen aus den USA warten. Das erklärte Ziel der "abwartenden" FED sei es schließlich, die Inflationserwartungen anzuheben. Diese seien zuletzt - zumindest basierend auf marktbasierten Indikatoren - gefallen. Die Tonalität der FED habe am aktuellen Rand zurückhaltend geklungen. Zuletzt sei sogar über eine Leitzinssenkung als nächsten Schritt diskutiert worden, der Markt preise diesen für 2020 auch ein. Überrasche die Inflation mit einem deutlicheren Anstieg als erwartet, könnte der Markt seine Meinung aber auch schnell wieder ändern und der US-Dollar könnte erneut aufwerten. (12.03.2019/alc/a/a)