USA: Inflationsrate pendelt sich bei rund 2% ein


29.05.19 12:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise sind im April im Vormonatsvergleich deutlich um 0,3% gestiegen, so Heinrich Bayer von Postbank Research.

Dabei hätten sich die Kernverbraucherpreise aber nur mäßig um 0,1% erhöht. Ein spürbarer Impuls für die gesamte Teuerungsrate sei hingegen von den Energiepreisen ausgegangen, die infolge des erhöhten Ölpreisniveaus um 2,9% zugelegt hätten.

Die Inflationsrate sei im April leicht von 1,9% auf 2,0%, die Kerninflationsrate von 2,0% auf 2,1% geklettert. Ungeachtet kurzfristiger Schwankungen sei die Preisdynamik insgesamt weiterhin verhalten und die Analysten von Postbank Research würden davon ausgehen, dass sich hieran zunächst nichts Gravierendes ändern werde. So würden auch die im Rahmen der Einkaufsmanagerumfragen ermittelten Indices über die von den Unternehmen gezahlten Einkaufspreise von keinem nennenswerten Aufwärtsdruck auf das Preisniveau zeugen. Dies lasse zumindest für die kommenden Monate ein ruhiges Preisklima erwarten.

Auf etwas längere Sicht bleibe zwar zu beobachten, ob sich die Lohndynamik angesichts des anhaltenden Aufwärtstrends am Arbeitsmarkt nicht doch noch markant beschleunige. Aber solange dies nicht passiere, dürfte die Inflationsrate weiterhin um die Marke von 2% pendeln.

Im Jahresdurchschnitt 2019 würden die Analysten von Postbank Research die Teuerung nach wie vor bei 1,9% erwarten. Im kommenden Jahr dürfte die Inflationsrate dann leicht auf durchschnittlich 2,1% steigen. (Perspektiven Juni 2019) (29.05.2019/alc/a/a)