USA: Inflationsrate dürfte 2018 auf 2,3% steigen


05.02.18 16:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Verbraucherpreise sind im Dezember lediglich um 0,1% gegenüber dem Vormonat gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Gebremst worden sei die Preisdynamik durch sinkende Energiepreise. Die ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel berechneten Kernverbraucherpreise seien dagegen zum Vormonat um 0,3% gestiegen. Dadurch habe sich die Kerninflationsrate zum Jahresschluss von 1,7% auf 1,8% erhöht, während die Inflationsrate von 2,2% auf 2,1% nachgegeben habe. Im gesamten Jahr 2017 seien jeweils dieselben Werte erreicht worden wie im Dezember.

Der Trend bei den Kernverbraucherpreisen habe im Verlauf des vergangenen Jahres zwei beachtliche Schwenks hingelegt. Zunächst sei der zuvor solide Aufwärtstrend im Frühjahr nahezu vollständig abgebrochen. Von März bis Juli seien die Kernverbraucherpreise im Durchschnitt lediglich um 0,05% zum Vormonat gestiegen, ohne dass für diese Abschwächung klare Auslöser zu erkennen gewesen seien. In den nachfolgenden fünf Monaten habe sich dann eine durchschnittliche Monatsteuerung von 0,20% ergeben. Letzteres passe viel besser in das ökonomische Umfeld, das von einem sehr soliden Wachstum und einem anhaltenden Beschäftigungsaufbau geprägt werde. Diese beiden Faktoren würden 2018 aller Voraussicht nach erhalten bleiben.

Überdies gehen die Analysten von Postbank Research davon aus, dass im Zuge des enger werdenden Angebots an verfügbaren Arbeitskräften die Lohndynamik zunimmt. Dies sollte den Aufwärtstrend bei den Kernverbraucherpreisen zusätzlich unterfüttern. Die Analysten von Postbank Research rechnen daher mit einer Beschleunigung bei der Kerninflation auf 2,1% im Jahresdurchschnitt. Da sich zugleich die Energiepreise 2018 als leicht preistreibender Faktor erweisen sollten, würden die Analysten einen Anstieg der Inflationsrate auf 2,3% erwarten.(Perspektiven Februar 2018) (05.02.2018/alc/a/a)