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USA: Inflation zieht an - aber ölpreisbedingt und (noch) nicht wegen Trump
17.11.16 16:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Das Bureau of Labor Statistics gab aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Konsumentenpreise (CPI) in den USA bekannt, so die Analysten der Nord LB.
Demnach sei es im Berichtsmonat Oktober zu einem Anstieg um deutliche 0,4% M/M gekommen. Die Jahresrate habe leicht auf 1,6% angezogen. Bei den Konsumentenpreisen exklusive Nahrung und Energie habe sich ein moderateres Plus um 0,1% M/M ergeben, was die Jahresrate leicht niedriger als zuletzt bei 2,1% habe zurückgehen lassen.
Die Preisdaten seien insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Bereits in den vergangenen Tagen hätten die Veröffentlichungen zu den Importpreisen und den Produzentenpreisen erkennen lassen, dass mit einem Anstieg auch bei den Konsumentenpreisen zu rechnen gewesen sei. Nach dem deutlichen Plus im September sei es im vergangenen Monat zu einem erneut massiven Anstieg gekommen. Die Inflationsrate sei auf den höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen. Wieder einmal würden die Entwicklungen beim Ölpreis eine große Rolle spielen. So habe der Preisanstieg beim Schwarzen Gold im Oktober erneut für anziehende Benzinpreise sowie Heizkosten und damit für Zuwächse in den Konsumentenpreisen gesorgt. Daneben habe sich auch ein signifikantes Plus bei Ausgaben für Wohnungen ergeben.
Auf einem anhaltend hohen Niveau bleibe auch die Kernrate: Der Monatsanstieg sei zwar etwas moderater als erwartet ausgefallen, die Jahresrate mit 2,1% notiere aber mittlerweile den zwölften Monat in Folge über der relevanten Marke von 2%.
Lange Zeit sei von auslaufenden Basiseffekten gesprochen worden - nun seien sie im Anmarsch! In den nächsten Monaten werden aus der Berechnung für die Inflationsrate die Preisrückgänge im Winter 2015/16 herausfallen, was zur Folge haben werde, dass die Inflationsrate bereits ab Dezember die Marke von 2% wieder anpeilen werde - selbst bei keinem weiteren Anstieg des Ölpreises. Außerdem sei bei der anhaltend guten Arbeitsmarktlage sukzessiv mit weiteren Lohnschüben zu rechnen, was den Preisdruck erhöhen werde.
Entsprechend habe sich für die Einschätzung der geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve die Lage konkretisiert: Während die Inflationsrate langsam in Richtung eines nicht mehr ganz so unbedenklichen Niveaus anziehe, verweise die Jahresrate exklusive Nahrung und Energie ohnehin bereits seit einem Jahr auf einen erhöhten Preisdruck. Entsprechend dürfte die Federal Reserve diese Tendenzen zum Anlass nehmen, im Dezember eine moderate Zinsanhebung vorzunehmen. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps und der perspektivisch zu erwartenden expansiveren Fiskalpolitik werde diese Vorgehensweise für die FED umso wichtiger.
Die Inflationsdaten würden dazu beitragen, dass der US-Dollar weiter aufwerte (Euro unter 1,07 USD) und die Renditen der US-Treasuries ihren Aufwärtstrend fortsetzen würden (10J UST über 2,24%).
Die Konsumentenpreise hätten im Oktober um deutliche 0,4% M/M zugelegt, was die Inflationsrate auf 1,6% weiter nach oben gehievt habe. In den kommenden Monaten müsse basisbedingt mit einem weiteren Anstieg der Inflationsrate (Headline) sogar auf über 2% gerechnet werden - selbst bei einem konstanten Ölpreis. Die Kernrate zeige mit 2,1% ohnehin bereits seit nunmehr über einem Jahr mit Niveaus von über 2% einen erhöhten Preisdruck an. Die meisten Mitglieder des FOMC würden diese Tendenzen in ihrer Argumentation heranziehen, um für eine moderate Zinsanhebung im Dezember zu plädieren. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps und der nun vermutlich beginnenden expansiveren Fiskalpolitik stünden die Ampeln für eine höhere Inflationsrate ohnehin auf Grün - Zeit für die FED, die Weichen für eine langsame Normalisierung der US-Geldpolitik zu stellen. (17.11.2016/alc/a/a)
Demnach sei es im Berichtsmonat Oktober zu einem Anstieg um deutliche 0,4% M/M gekommen. Die Jahresrate habe leicht auf 1,6% angezogen. Bei den Konsumentenpreisen exklusive Nahrung und Energie habe sich ein moderateres Plus um 0,1% M/M ergeben, was die Jahresrate leicht niedriger als zuletzt bei 2,1% habe zurückgehen lassen.
Die Preisdaten seien insgesamt im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Bereits in den vergangenen Tagen hätten die Veröffentlichungen zu den Importpreisen und den Produzentenpreisen erkennen lassen, dass mit einem Anstieg auch bei den Konsumentenpreisen zu rechnen gewesen sei. Nach dem deutlichen Plus im September sei es im vergangenen Monat zu einem erneut massiven Anstieg gekommen. Die Inflationsrate sei auf den höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen. Wieder einmal würden die Entwicklungen beim Ölpreis eine große Rolle spielen. So habe der Preisanstieg beim Schwarzen Gold im Oktober erneut für anziehende Benzinpreise sowie Heizkosten und damit für Zuwächse in den Konsumentenpreisen gesorgt. Daneben habe sich auch ein signifikantes Plus bei Ausgaben für Wohnungen ergeben.
Lange Zeit sei von auslaufenden Basiseffekten gesprochen worden - nun seien sie im Anmarsch! In den nächsten Monaten werden aus der Berechnung für die Inflationsrate die Preisrückgänge im Winter 2015/16 herausfallen, was zur Folge haben werde, dass die Inflationsrate bereits ab Dezember die Marke von 2% wieder anpeilen werde - selbst bei keinem weiteren Anstieg des Ölpreises. Außerdem sei bei der anhaltend guten Arbeitsmarktlage sukzessiv mit weiteren Lohnschüben zu rechnen, was den Preisdruck erhöhen werde.
Entsprechend habe sich für die Einschätzung der geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve die Lage konkretisiert: Während die Inflationsrate langsam in Richtung eines nicht mehr ganz so unbedenklichen Niveaus anziehe, verweise die Jahresrate exklusive Nahrung und Energie ohnehin bereits seit einem Jahr auf einen erhöhten Preisdruck. Entsprechend dürfte die Federal Reserve diese Tendenzen zum Anlass nehmen, im Dezember eine moderate Zinsanhebung vorzunehmen. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps und der perspektivisch zu erwartenden expansiveren Fiskalpolitik werde diese Vorgehensweise für die FED umso wichtiger.
Die Inflationsdaten würden dazu beitragen, dass der US-Dollar weiter aufwerte (Euro unter 1,07 USD) und die Renditen der US-Treasuries ihren Aufwärtstrend fortsetzen würden (10J UST über 2,24%).
Die Konsumentenpreise hätten im Oktober um deutliche 0,4% M/M zugelegt, was die Inflationsrate auf 1,6% weiter nach oben gehievt habe. In den kommenden Monaten müsse basisbedingt mit einem weiteren Anstieg der Inflationsrate (Headline) sogar auf über 2% gerechnet werden - selbst bei einem konstanten Ölpreis. Die Kernrate zeige mit 2,1% ohnehin bereits seit nunmehr über einem Jahr mit Niveaus von über 2% einen erhöhten Preisdruck an. Die meisten Mitglieder des FOMC würden diese Tendenzen in ihrer Argumentation heranziehen, um für eine moderate Zinsanhebung im Dezember zu plädieren. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps und der nun vermutlich beginnenden expansiveren Fiskalpolitik stünden die Ampeln für eine höhere Inflationsrate ohnehin auf Grün - Zeit für die FED, die Weichen für eine langsame Normalisierung der US-Geldpolitik zu stellen. (17.11.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


