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USA: Inflation wieder im Zielkorridor der FED - Weiterer Auftrieb absehbar!
10.05.19 15:30
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Heute wurden vom Bureau of Labor Statistics aktuelle Daten zu den Konsumentenpreisen (CPI) in den USA bekanntgegeben, so die Analysten der NORD LB.
Demnach sei es im April zu einem Anstieg um 0,3% M/M gekommen. Die Jahresrate sei auf 2,0% angezogen. Im Sommer letzten Jahres habe sie noch bei fast 3% gelegen, im Februar bei 1,5%. Die Verbraucherpreise exklusive Nahrung und Energie hätten ein Plus von 0,1% M/M verzeichnet - die Jahresrate sei leicht auf 2,1% gestiegen.
Die heutigen Daten seien mit großer Spannung erwartet worden, da nach dem deutlichen Anstieg im März mit einem nochmaligen Zuwachs habe gerechnet werden müssen. Diese Prognosen seien eingetroffen und die Inflationsrate sei damit wieder auf die wichtige Marke von 2% gestiegen.
Die Bewegung sei absehbar gewesen: Nach dem Tiefpunkt im Februar bei 1,5% habe sich die Inflationsrate wieder deutlicher nach oben bewegt und liege bereits wieder im Zielkorridor der Federal Reserve. Ein wesentlicher Grund für diese Tendenz sei der seit Ende Dezember deutlich gestiegen Ölpreis. Entsprechend hätten nun die Energiekosten einen signifikanten Auftrieb aufgewiesen.
Perspektivisch würden sich zudem Basiseffekte bemerkbar machen, da niedrigere Vorjahresniveaus sukzessiv aus der Statistik herausfallen würden, was die Inflationsrate noch höher treiben lasse. Dieses Phänomen werde sich zum Jahresende deutlich verstärken. Entsprechend müsse zu dem Zeitpunkt wieder mit einer Inflationsrate von 2,5% gerechnet werden.
Moderat bleibe zunächst noch die Kerninflationsrate wenig bewegt bei einer Jahresrate von 2,1%. Hierbei würden die Analysten der NORD LB im Verlauf des Jahres aufgrund eines engen Arbeitsmarkt, der Lohnzuwächse und steigender Mieten mit einem gewissen Anziehen rechnen, ohne dass dies aber bedenklich werden sollte.
Aktuell lege die FED zu Recht eine Zinspause ein. Neben der recht moderaten Inflationsentwicklung spreche auch eine gewisse Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung gegen eine restriktivere Zinspolitik. Anders ausgedrückt: Trotz eines starken Arbeitsmarktes und eines stabilen Konsums treibe das Preisniveau nicht deutlich in die Höhe. Eine Art von Goldilocks!
Entscheidend für die Geldpolitik könnte nun der Handelskonflikt werden. Höhere Importzölle auf chinesische Waren würden die Produkte in den USA - sowohl für die dortigen Unternehmen als auch Konsumenten - verteuern und die Inflation höher treiben. Sollte sich letztlich eine Einigung zwischen den USA und China ergeben - wovon die Analysten der NORD LB ausgehen würden - könnten sich mögliche zwischenzeitliche konjunkturelle Wolken zurückziehen. In der Folge wäre die FED - nach Erachten der Analysten der NORD LB zum Jahresende - dann aufgrund eines etwas höheren Inflationsumfeldes noch einmal mit einer Zinsanhebung am Zug.
Fazit: Die Konsumentenpreise in den USA seien den dritten Monat in Folge angezogen. Mit einem Plus von 0,3% M/M im April sei auch die Jahresrate wieder auf die wichtige Marke von 2% gesprungen. Die Rückkehr der Aufwärtsdynamik sei der Entwicklung durch den Ölpreis geschuldet, zudem würden sich perspektivisch belastende Basiseffekte bemerkbar machen - insbesondere zum Jahresende hin. Höhere US-Importzölle dürften den Preisauftrieb verstärken. Zusammen mit einem anhaltend engen Arbeitsmarkt, der Lohnzuwächse und steigender Mieten dürfte sich die Inflation zum Jahresende in Richtung 2,5% bewegen. Die Federal Reserve warte derzeit zu Recht ab. Sobald das Thema Handelskonflikt in den kommenden Monaten gelöst sei - wovon die Analysten der NORD LB weiterhin ausgehen würden - und die Inflationsrate angezogen sei, sollte man eine Zinsanhebung der FED zum Jahresende aber wieder einkalkulieren. (10.05.2019/alc/a/a)
Demnach sei es im April zu einem Anstieg um 0,3% M/M gekommen. Die Jahresrate sei auf 2,0% angezogen. Im Sommer letzten Jahres habe sie noch bei fast 3% gelegen, im Februar bei 1,5%. Die Verbraucherpreise exklusive Nahrung und Energie hätten ein Plus von 0,1% M/M verzeichnet - die Jahresrate sei leicht auf 2,1% gestiegen.
Die heutigen Daten seien mit großer Spannung erwartet worden, da nach dem deutlichen Anstieg im März mit einem nochmaligen Zuwachs habe gerechnet werden müssen. Diese Prognosen seien eingetroffen und die Inflationsrate sei damit wieder auf die wichtige Marke von 2% gestiegen.
Die Bewegung sei absehbar gewesen: Nach dem Tiefpunkt im Februar bei 1,5% habe sich die Inflationsrate wieder deutlicher nach oben bewegt und liege bereits wieder im Zielkorridor der Federal Reserve. Ein wesentlicher Grund für diese Tendenz sei der seit Ende Dezember deutlich gestiegen Ölpreis. Entsprechend hätten nun die Energiekosten einen signifikanten Auftrieb aufgewiesen.
Moderat bleibe zunächst noch die Kerninflationsrate wenig bewegt bei einer Jahresrate von 2,1%. Hierbei würden die Analysten der NORD LB im Verlauf des Jahres aufgrund eines engen Arbeitsmarkt, der Lohnzuwächse und steigender Mieten mit einem gewissen Anziehen rechnen, ohne dass dies aber bedenklich werden sollte.
Aktuell lege die FED zu Recht eine Zinspause ein. Neben der recht moderaten Inflationsentwicklung spreche auch eine gewisse Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung gegen eine restriktivere Zinspolitik. Anders ausgedrückt: Trotz eines starken Arbeitsmarktes und eines stabilen Konsums treibe das Preisniveau nicht deutlich in die Höhe. Eine Art von Goldilocks!
Entscheidend für die Geldpolitik könnte nun der Handelskonflikt werden. Höhere Importzölle auf chinesische Waren würden die Produkte in den USA - sowohl für die dortigen Unternehmen als auch Konsumenten - verteuern und die Inflation höher treiben. Sollte sich letztlich eine Einigung zwischen den USA und China ergeben - wovon die Analysten der NORD LB ausgehen würden - könnten sich mögliche zwischenzeitliche konjunkturelle Wolken zurückziehen. In der Folge wäre die FED - nach Erachten der Analysten der NORD LB zum Jahresende - dann aufgrund eines etwas höheren Inflationsumfeldes noch einmal mit einer Zinsanhebung am Zug.
Fazit: Die Konsumentenpreise in den USA seien den dritten Monat in Folge angezogen. Mit einem Plus von 0,3% M/M im April sei auch die Jahresrate wieder auf die wichtige Marke von 2% gesprungen. Die Rückkehr der Aufwärtsdynamik sei der Entwicklung durch den Ölpreis geschuldet, zudem würden sich perspektivisch belastende Basiseffekte bemerkbar machen - insbesondere zum Jahresende hin. Höhere US-Importzölle dürften den Preisauftrieb verstärken. Zusammen mit einem anhaltend engen Arbeitsmarkt, der Lohnzuwächse und steigender Mieten dürfte sich die Inflation zum Jahresende in Richtung 2,5% bewegen. Die Federal Reserve warte derzeit zu Recht ab. Sobald das Thema Handelskonflikt in den kommenden Monaten gelöst sei - wovon die Analysten der NORD LB weiterhin ausgehen würden - und die Inflationsrate angezogen sei, sollte man eine Zinsanhebung der FED zum Jahresende aber wieder einkalkulieren. (10.05.2019/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


