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USA: Inflation steigt auf 2,5% - und setzt die FED unter gewissen Zugzwang!
15.02.17 15:19
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Soeben wurden vom Bureau of Labor Statistics aktuelle Zahlen zu den Konsumentenpreisen (CPI) in den USA bekannt gegeben, so die Analysten der Nord LB.
Demnach sei es im Januar zu einem Anstieg um 0,6% M/M gekommen. Die Jahresrate habe erneut deutlich auf nun 2,5% angezogen. Bei den Konsumentenpreisen exklusive Nahrung und Energie habe sich ein Plus um 0,3% M/M ergeben, was die Jahresrate auf 2,3% habe ansteigen lassen.
Die Preisdaten seien höher als erwartet ausgefallen. Bereits in den vergangenen Tagen hätten zwar die Veröffentlichungen zu den Importpreisen und den Produzentenpreisen erkennen lassen, dass mit einem etwas deutlicheren Anstieg auch bei den Konsumentenpreisen zu rechnen sei. Dass die Veränderungsraten so deutlich zulegen würden, stelle aber schon eine Überraschung dar.
Wieder würden die Entwicklungen beim Ölpreis eine mitbestimmende Rolle spielen: Erstens habe der Preisanstieg beim Schwarzen Gold im Verlauf des Vormonats für anziehende Energiepreise und damit für eine deutlich höhere Monatsveränderung in den Konsumentenpreisen als im Vormonat gesorgt.
Zweitens würden nun die auslaufenden Basiseffekte zum Zuge kommen: Die Analysten hätten an dieser Stelle bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die zum Jahreswechsel 2015/16 niedrigen Ölpreise genau ein Jahr später hohe Bedeutung in der aktuellen Jahresrate erlangen würden. Damals habe WTI noch bei 27 USD je Barrel und damit halb so hoch wie aktuell notiert - was sich natürlich in der heutigen Inflationsrate bei recht hohen 2,5% widerspiegele. Genau basisbedingt werde sich aber ab März wieder eine gewisse Entspannung bei der Inflationsrate ergeben, so dass sie dann wieder etwas niedriger in Richtung der Marke von 2% tendieren sollte.
Bei der anhaltend guten Arbeitsmarktlage sei zudem sukzessiv mit weiteren Lohnschüben zu rechnen, was den Preisdruck perspektivisch recht hoch halten könnte. Damit sollte auch die Kernrate exklusive Nahrung und Energie auf dem aktuell hohen Niveau bleiben. Der Anstieg im Januar sei mit 0,3% etwas höher als prognostiziert ausgefallen, die Jahresrate mit 2,3% notiere mittlerweile den 14. Monat in Folge über der relevanten Marke von 2%. Insofern nehme der Preisruck generell zu.
Die Federal Reserve gerate mit diesen Inflationszahlen unter Zugzwang: Eine weitere Zinsanhebung rücke näher. Darauf habe Janet Yellen bereits gestern vor dem Senat verwiesen, als sie für die kommenden FOMC-Sitzungen einen weiteren Zinsschritt verbal vorbereitet habe. Ein Argument für einen Rate Hike könnte auch eine perspektivisch zu erwartende expansivere Fiskalpolitik sein - obwohl sich die Federal Reserve zu diesem Thema aus gutem Grunde bedeckt halte.
Insofern laufe derzeit alles auf einen FED-Zinsschritt noch im 1. Halbjahr hinaus. Bei weiterhin guten Konjunkturdaten in den kommenden Wochen wäre der FOMC-Termin im März sogar denkbar. Die Historie einer behutsam agierenden Federal Reserve spräche allerdings weiter für den Juni-Termin, den die Analysten für noch etwas wahrscheinlicher ansähen.
Die Inflationsrate habe im Januar deutlicher als erwartet auf 2,5% angezogen. Auslaufende Basiseffekte beim Ölpreis, aber auch ein generell zunehmender Preisdruck seien dafür verantwortlich gewesen. Ab März dürfte aber die Jahresrate - erneut basisbedingt - wieder etwas zurückgehen. Grundsätzlich würden aber die Lohnschübe und die fiskalpolitischen Vorhaben der Regierung Trump inflationstreibende Faktoren bleiben. In diesem Umfeld komme die Federal Reserve unter Zugzwang und werde tätig werden müssen. Ob dabei der Termin im März, Mai oder Juni angepeilt werde, dürfte von den weiteren Konjunkturdaten abhängen. (15.02.2017/alc/a/a)
Demnach sei es im Januar zu einem Anstieg um 0,6% M/M gekommen. Die Jahresrate habe erneut deutlich auf nun 2,5% angezogen. Bei den Konsumentenpreisen exklusive Nahrung und Energie habe sich ein Plus um 0,3% M/M ergeben, was die Jahresrate auf 2,3% habe ansteigen lassen.
Die Preisdaten seien höher als erwartet ausgefallen. Bereits in den vergangenen Tagen hätten zwar die Veröffentlichungen zu den Importpreisen und den Produzentenpreisen erkennen lassen, dass mit einem etwas deutlicheren Anstieg auch bei den Konsumentenpreisen zu rechnen sei. Dass die Veränderungsraten so deutlich zulegen würden, stelle aber schon eine Überraschung dar.
Wieder würden die Entwicklungen beim Ölpreis eine mitbestimmende Rolle spielen: Erstens habe der Preisanstieg beim Schwarzen Gold im Verlauf des Vormonats für anziehende Energiepreise und damit für eine deutlich höhere Monatsveränderung in den Konsumentenpreisen als im Vormonat gesorgt.
Bei der anhaltend guten Arbeitsmarktlage sei zudem sukzessiv mit weiteren Lohnschüben zu rechnen, was den Preisdruck perspektivisch recht hoch halten könnte. Damit sollte auch die Kernrate exklusive Nahrung und Energie auf dem aktuell hohen Niveau bleiben. Der Anstieg im Januar sei mit 0,3% etwas höher als prognostiziert ausgefallen, die Jahresrate mit 2,3% notiere mittlerweile den 14. Monat in Folge über der relevanten Marke von 2%. Insofern nehme der Preisruck generell zu.
Die Federal Reserve gerate mit diesen Inflationszahlen unter Zugzwang: Eine weitere Zinsanhebung rücke näher. Darauf habe Janet Yellen bereits gestern vor dem Senat verwiesen, als sie für die kommenden FOMC-Sitzungen einen weiteren Zinsschritt verbal vorbereitet habe. Ein Argument für einen Rate Hike könnte auch eine perspektivisch zu erwartende expansivere Fiskalpolitik sein - obwohl sich die Federal Reserve zu diesem Thema aus gutem Grunde bedeckt halte.
Insofern laufe derzeit alles auf einen FED-Zinsschritt noch im 1. Halbjahr hinaus. Bei weiterhin guten Konjunkturdaten in den kommenden Wochen wäre der FOMC-Termin im März sogar denkbar. Die Historie einer behutsam agierenden Federal Reserve spräche allerdings weiter für den Juni-Termin, den die Analysten für noch etwas wahrscheinlicher ansähen.
Die Inflationsrate habe im Januar deutlicher als erwartet auf 2,5% angezogen. Auslaufende Basiseffekte beim Ölpreis, aber auch ein generell zunehmender Preisdruck seien dafür verantwortlich gewesen. Ab März dürfte aber die Jahresrate - erneut basisbedingt - wieder etwas zurückgehen. Grundsätzlich würden aber die Lohnschübe und die fiskalpolitischen Vorhaben der Regierung Trump inflationstreibende Faktoren bleiben. In diesem Umfeld komme die Federal Reserve unter Zugzwang und werde tätig werden müssen. Ob dabei der Termin im März, Mai oder Juni angepeilt werde, dürfte von den weiteren Konjunkturdaten abhängen. (15.02.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


