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USA: Inflation bleibt gedämpft
30.10.15 11:46
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In den USA hat die Notenbank trotz einer soliden wirtschaftlichen Entwicklung und einer stetigen Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt bisher im aktuellen Konjunkturzyklus noch auf eine Verschärfung der Geldpolitik in Form einer Leitzinserhöhung verzichtet, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Ein wichtiger Grund dafür dürfte die geringe Inflation sein, die in dem von der FED primär betrachteten Inflationsmaß des Preisdeflators für die privaten Konsumausgaben (PCE) seit einiger Zeit deutlich unter dem mittelfristig angestrebten Zielniveau von 2% notiere. Die allgemeine Rate habe dabei zuletzt nur 0,3% gg. Vj. betragen, in der Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) sei eine Jahresveränderung von 1,3% verzeichnet worden. Damit lägen die Werte nur knapp über den historischen Tiefständen dieser Zeitreihe.
Im Berichtsmonat September werde sich an dieser Situation kaum etwas geändert haben. Gegenüber dem August würden die Analysten in der allgemeinen Rate mit einem Monatsrückgang um 0,1% rechnen, die Kernrate dürfte hingegen leicht um 0,1% gg. Vm. gestiegen sein.
Die FED habe in ihrem Statement zur jüngsten Zinsentscheidung vom Mittwoch indes betont, dass man davon ausgehe, dass sich die Inflationsrate mittelfristig wieder der 2%-Marke annähere, sofern sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessere und sich die transitorischen Effekte der Rückgänge bei den Energie- und Importpreisen im Zeitablauf auflösen würden. In den kommenden Wochen werde es daher in der Bewertung der Währungshüter zur Notwendigkeit einer Anhebung der Fed Funds Rate entscheidend davon abhängen, wie sich der US-Arbeitsmarkt entwickele. Die nächste Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) finde am 15./16. Dezember statt.
In der Eurozone sei die Jahresrate der Konsumentenpreise im September vor allem aufgrund der rückläufigen Energiepreise wieder unter die Nullmarke zurückgefallen. Bereits zwischen Dezember 2014 und März 2015 habe die Teuerung im negativen Bereich gelegen. Zwar sollte sich im Oktober ein Anstieg auf 0,0% gg. Vj. und in den kommenden Monaten aufgrund von Basiseffekten wieder eine positive Jahresveränderungsrate ergeben, dennoch werde die EZB ihre bisherige Inflationsprognose für 2016 und 2017 kaum aufrechterhalten können.
EZB-Präsident Draghi habe auf der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung vom 22. Oktober betont, dass die Risiken für eine entsprechende Anpassung auf der Unterseite lägen. Zuletzt seien die Experten der Notenbank im September noch von einem Preisanstieg von durchschnittlich 1,1% (2016) bzw. 1,7% (2017) ausgegangen (HSBCe: 0,6% bzw. 1,1%).
Da die Notenbank aber die Preisniveaustabilität nur bei einer Inflationsrate von "unter, aber nahe 2%" auf mittlere Sicht als gewährleistet ansehe, dürften auf der nächsten Ratssitzung im Dezember weitere geldpolitische Expansivmaßnahmen auf den Weg gebracht werden. Die Analysten würden mit einer Reduzierung des Diskontsatzes um 10 BP (auf -0,30%) und der Ankündigung rechnen, die seit März durchgeführten Anleihenkäufe über den September 2016 hinaus fortzusetzen. (30.10.2015/alc/a/a)
Ein wichtiger Grund dafür dürfte die geringe Inflation sein, die in dem von der FED primär betrachteten Inflationsmaß des Preisdeflators für die privaten Konsumausgaben (PCE) seit einiger Zeit deutlich unter dem mittelfristig angestrebten Zielniveau von 2% notiere. Die allgemeine Rate habe dabei zuletzt nur 0,3% gg. Vj. betragen, in der Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) sei eine Jahresveränderung von 1,3% verzeichnet worden. Damit lägen die Werte nur knapp über den historischen Tiefständen dieser Zeitreihe.
Im Berichtsmonat September werde sich an dieser Situation kaum etwas geändert haben. Gegenüber dem August würden die Analysten in der allgemeinen Rate mit einem Monatsrückgang um 0,1% rechnen, die Kernrate dürfte hingegen leicht um 0,1% gg. Vm. gestiegen sein.
In der Eurozone sei die Jahresrate der Konsumentenpreise im September vor allem aufgrund der rückläufigen Energiepreise wieder unter die Nullmarke zurückgefallen. Bereits zwischen Dezember 2014 und März 2015 habe die Teuerung im negativen Bereich gelegen. Zwar sollte sich im Oktober ein Anstieg auf 0,0% gg. Vj. und in den kommenden Monaten aufgrund von Basiseffekten wieder eine positive Jahresveränderungsrate ergeben, dennoch werde die EZB ihre bisherige Inflationsprognose für 2016 und 2017 kaum aufrechterhalten können.
EZB-Präsident Draghi habe auf der Pressekonferenz zur Zinsentscheidung vom 22. Oktober betont, dass die Risiken für eine entsprechende Anpassung auf der Unterseite lägen. Zuletzt seien die Experten der Notenbank im September noch von einem Preisanstieg von durchschnittlich 1,1% (2016) bzw. 1,7% (2017) ausgegangen (HSBCe: 0,6% bzw. 1,1%).
Da die Notenbank aber die Preisniveaustabilität nur bei einer Inflationsrate von "unter, aber nahe 2%" auf mittlere Sicht als gewährleistet ansehe, dürften auf der nächsten Ratssitzung im Dezember weitere geldpolitische Expansivmaßnahmen auf den Weg gebracht werden. Die Analysten würden mit einer Reduzierung des Diskontsatzes um 10 BP (auf -0,30%) und der Ankündigung rechnen, die seit März durchgeführten Anleihenkäufe über den September 2016 hinaus fortzusetzen. (30.10.2015/alc/a/a)
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