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USA: Hat die FED den Zinsgipfel erreicht?
30.11.23 11:51
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die US-Inflationsrate verzeichnete im Oktober einen stärker als erwarteten Rückgang auf 3,2 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.
Die Kerninflationsrate sei erwartungsgemäß von 4,1 auf 4,0 Prozent gesunken. Einige Güter wie medizinische Versorgungsgüter hätten sich zum Vormonat verteuert.
Der Arbeitsmarkt habe sich im Oktober im Vergleich zum Vormonat abgeschwächt. Der Stellenaufbau habe mit 150 Tsd. spürbar niedriger gelegen als die Markterwartung von 180 Tsd. und sei für die beiden Vormonate um insgesamt 110 Tsd. nach unten korrigiert worden. Die Arbeitslosenquote sei leicht auf 3,9 Prozent gestiegen.
Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe sei im Oktober unerwartet von 49,0 auf 46,7 Punkte gesunken, während der Index für Dienstleistungen unerwartet von 53,6 auf 51,8 zurückgesetzt habe.
Die Märkte würden nach Äußerungen von FED-Mitgliedern davon ausgehen, dass die FED den Zinsgipfel erreicht habe; wobei erste Zinssenkungen im späten Frühjahr 2024 erwartet würden. Mit rund 5,01 Prozent hätten zehnjährige US-Treasuries Mitte Oktober zeitweise so hoch wie zuletzt 2007 rentiert. Nachdem sich abgezeichnet habe, dass es keine weiteren Zinssteigerungen der FED geben dürfte, sei die Rendite auf ca. 4,4 Prozent eingebrochen.
Der USD habe in größerem Umfang weder von dem Renditeanstieg noch von der Suche nach "sicheren Häfen" in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten profitiert. Mit den in den letzten Wochen sinkenden Renditen sei der USD unter Druck geraten. Über die nächsten sechs Monate erscheine eine Seitwärtsbewegung des Greenbacks nahe EUR/USD 1,07 wahrscheinlich. (Währungsbulletin Dezember 2023) (30.11.2023/alc/a/a)
Die Kerninflationsrate sei erwartungsgemäß von 4,1 auf 4,0 Prozent gesunken. Einige Güter wie medizinische Versorgungsgüter hätten sich zum Vormonat verteuert.
Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe sei im Oktober unerwartet von 49,0 auf 46,7 Punkte gesunken, während der Index für Dienstleistungen unerwartet von 53,6 auf 51,8 zurückgesetzt habe.
Die Märkte würden nach Äußerungen von FED-Mitgliedern davon ausgehen, dass die FED den Zinsgipfel erreicht habe; wobei erste Zinssenkungen im späten Frühjahr 2024 erwartet würden. Mit rund 5,01 Prozent hätten zehnjährige US-Treasuries Mitte Oktober zeitweise so hoch wie zuletzt 2007 rentiert. Nachdem sich abgezeichnet habe, dass es keine weiteren Zinssteigerungen der FED geben dürfte, sei die Rendite auf ca. 4,4 Prozent eingebrochen.
Der USD habe in größerem Umfang weder von dem Renditeanstieg noch von der Suche nach "sicheren Häfen" in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten profitiert. Mit den in den letzten Wochen sinkenden Renditen sei der USD unter Druck geraten. Über die nächsten sechs Monate erscheine eine Seitwärtsbewegung des Greenbacks nahe EUR/USD 1,07 wahrscheinlich. (Währungsbulletin Dezember 2023) (30.11.2023/alc/a/a)


