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USA: FOMC-Protokoll bestätigt Erwartung einer Zinsanhebung Mitte Dezember


19.11.15 10:06
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Deutschland begab gestern eine Anleihe (ISIN: DE0001104628, WKN: 110462) mit 2-jähriger Laufzeit, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Das Emissionsvolumen habe bei 5 Mrd. EUR gelegen, die durchschnittliche Emissionsrendite habe -0,38% betragen.

Heute hätten sich Spanien und Frankreich mit Auktionen angekündigt. Spanien werde Papiere mit Fälligkeit April 201 8, Juli 2020 und Januar 2023 aufstocken. In Summe sollten zwischen 3 Mrd. EUR und 4 Mrd. EUR aufgenommen werden. Frankreich plane mit der Emission dreier Anleihen mit 3 bzw. 5 und 7 Jahren Restlaufzeit in Summe 7 Mrd. EUR bis 8 Mrd. EUR am Markt einzusammeln. Darüber hinaus sollten drei inflationsindexierte Papiere mit Laufzeit bis 2024 bzw. 2027 und 2032 um in Summe 1 Mrd. EUR bis 1,5 Mrd. EUR aufgestockt werden.

Das gestern Abend veröffentlichte Protokoll der FOMC-Zinssitzung vom 28. Oktober bestätige die Erwartung einer Zinsanhebung auf der nächsten Sitzung Mitte Dezember. Laut Protokoll seien einige FOMC-Mitglieder der Meinung, die Bedingungen für den Beginn der geldpolitischen Normalisierung seien schon längst erreicht. Von den restlichen geldpolitischen Entscheidungsträgern hätten es die meisten Ende Oktober für sehr gut möglich gehalten, dass diese Bedingungen zum Zeitpunkt des nächsten Treffens am 16. Dezember erfüllt sein könnten. Diese Einschätzung dürfte sich mit den starken Arbeitsmarktdaten für Oktober sowie den jüngsten Inflationszahlen verfestigt haben.

Relevante Konjunkturdaten stünden heute nur in den USA an. Neben den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe stehe dabei der Philadelphia Fed Index im Mittelpunkt des Interesses. (19.11.2015/alc/a/a)