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USA: FED-Zinsanhebung auf 1,50% - Sorgt Goldilocks für drei Hikes in 2018?
14.12.17 10:40
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Federal Reserve sorgte für keine vorweihnachtliche Überraschung: Sie lieferte auf der gestrigen Notenbanksitzung die erwartete Zinsentscheidung in Form einer Anhebung der FED Funds Targte Rate um 25bp auf 1,50%, so die Analysten der Nord LB.
Es sei der dritte Zinsschritt in diesem Jahr gewesen. Das im Fokus stehende FOMC-Statement habe nur wenige Anpassungen im Vergleich zum Vormonat beinhaltet. Trotz der Wirbelstürme im Herbst würden demnach die konjunkturellen Aussichten gut bleiben. Den bedeutsamsten Passus habe der letzte Absatz enthalten, in dem vermerkt worden sei, dass diesmal Charles Evans und Neel Kashkari gegen die Zinsentscheidung votiert und für ein Abwarten plädiert hätten. Für die zukünftige Geldpolitik habe dieser Dissens aber keine Bedeutung, da die beiden Notenbanker im kommenden Jahr nicht mehr im FOMC stimmberechtigt seien.
Die Zinsprojektionen für das nächste Jahr seien unverändert ausgefallen: Der Median der FOMC-Gremiumsmitglieder plädiere für drei weitere Leitzinsanhebungen in 2018. Das langfristige neutrale Niveau der FED Funds Target Rate werde unverändert bei 2,75% gesehen.
Bei den Projektionen für die Makrodaten seien einige teilweise deutliche Anpassungen auszumachen gewesen: Vor allem sei die erwartete BIP-Wachstumsrate für 2018 auf 2,5% (bisher: 2,1%) und für 2019 auf 2,5% (2,0%) signifikant erhöht worden. Erwähnenswert: Entgegen der Hoffnungen der Regierung, die Steuerreform werde perspektivisch zu höherem Wachstum von etwa 3% führen, würden die Notenbanker für 2019 und 2010 "nur" BIP-Wachstumsraten von 2,1% bzw. 2,0% erwarten. Die Arbeitslosenquote werde nun in 2018 und in 2019 bei jeweils niedrigeren 3,9% (bisher: 4,1%) gesehen. Dagegen seien bei den Projektionen für den Preisauftrieb keine Veränderungen zu vermelden (PCE Inflationsrate in 2018 bei 1,9% und in 2019 bei 2,0%).
Auf der anschließenden Pressekonferenz habe Notenbankchefin Janet Yellen Abschied genommen. In gewohnter Manier habe sie erkennen lassen, dass die Wachstumsphase anhalten dürfte und das Inflationsziel über kurz oder lang erreicht werde. Sie habe angemerkt, dass mittlerweile mehr FOMC-Mitglieder von einer Steuerreform ausgegangen seien, was die Anhebung der BIP-Projektionen miterkläre.
Insgesamt lasse sich bei der US-Notenbank eine gestiegene Zuversicht ablesen, dass die konjunkturelle Belebung in den Vereinigten Staaten anhalten werde. Frappierend sei aber auch, dass gleichzeitig nicht von höheren Inflationsraten ausgegangen werde. Sollten jedoch die Steuersenkungen kommen - und danach sehe es ja heute aus - dürften diese schon Auswirkungen auf das Wachstum haben. Zusammen mit einem absehbar hawkisheren FOMC-Gremium im kommenden Jahr würden sich damit durchaus die Anzeichen mehren, dass die Federal Reserve in 2018 drei Leitzinsanhebungen vornehmen könnte. Ein guter Start ins neue Jahr könnte dann einen Hike im März bedeuten, was sicherlich dann die Chancen für drei im Gesamtjahr stark erhöhen würde.
Die Federal Reserve habe wie erwartet die dritte Anhebung der FED Funds Target Rate in diesem Jahr vorgenommen. Mit 1,50% liege sie nun genau in der Mitte vom Tiefpunkt bei 0,25% und den langfristig angepeilten 2,75%. Die geldpolitische Maßnahme überrasche nicht. Das FOMC-Statement sei durch den Dissens zweier Notenbanker aufgefallen, die aber in 2018 nicht mehr stimmberechtigt sein würden. Die Projektionen des BIP-Wachstums für die beiden kommenden Jahre seien deutlich auf jeweils 2,5% nach oben genommen worden, jener der Inflationsraten aber unverändert gelassen. Die FED gehe also von einem anhaltenden Goldilocks-Szenario aus.
Weiterhin erwarte das FOMC drei Zinsanhebungen in 2018. Da die beiden Kammern des Kongresses sich in der Nacht auf einen Kompromiss für die Steuerreform geeinigt hätten, über den in der nächsten Woche abgestimmt werden solle, würden sich die Anzeichen mehren, dass auch drei Leitzinsanhebungen in 2018 möglich sein würden. Eine deutlich hawkishere Zusammensetzung des FOMC könnte ebenfalls dafür sprechen. Ein perfekter Start ins neue Jahr wäre aber nötig. (14.12.2017/alc/a/a)
Es sei der dritte Zinsschritt in diesem Jahr gewesen. Das im Fokus stehende FOMC-Statement habe nur wenige Anpassungen im Vergleich zum Vormonat beinhaltet. Trotz der Wirbelstürme im Herbst würden demnach die konjunkturellen Aussichten gut bleiben. Den bedeutsamsten Passus habe der letzte Absatz enthalten, in dem vermerkt worden sei, dass diesmal Charles Evans und Neel Kashkari gegen die Zinsentscheidung votiert und für ein Abwarten plädiert hätten. Für die zukünftige Geldpolitik habe dieser Dissens aber keine Bedeutung, da die beiden Notenbanker im kommenden Jahr nicht mehr im FOMC stimmberechtigt seien.
Die Zinsprojektionen für das nächste Jahr seien unverändert ausgefallen: Der Median der FOMC-Gremiumsmitglieder plädiere für drei weitere Leitzinsanhebungen in 2018. Das langfristige neutrale Niveau der FED Funds Target Rate werde unverändert bei 2,75% gesehen.
Auf der anschließenden Pressekonferenz habe Notenbankchefin Janet Yellen Abschied genommen. In gewohnter Manier habe sie erkennen lassen, dass die Wachstumsphase anhalten dürfte und das Inflationsziel über kurz oder lang erreicht werde. Sie habe angemerkt, dass mittlerweile mehr FOMC-Mitglieder von einer Steuerreform ausgegangen seien, was die Anhebung der BIP-Projektionen miterkläre.
Insgesamt lasse sich bei der US-Notenbank eine gestiegene Zuversicht ablesen, dass die konjunkturelle Belebung in den Vereinigten Staaten anhalten werde. Frappierend sei aber auch, dass gleichzeitig nicht von höheren Inflationsraten ausgegangen werde. Sollten jedoch die Steuersenkungen kommen - und danach sehe es ja heute aus - dürften diese schon Auswirkungen auf das Wachstum haben. Zusammen mit einem absehbar hawkisheren FOMC-Gremium im kommenden Jahr würden sich damit durchaus die Anzeichen mehren, dass die Federal Reserve in 2018 drei Leitzinsanhebungen vornehmen könnte. Ein guter Start ins neue Jahr könnte dann einen Hike im März bedeuten, was sicherlich dann die Chancen für drei im Gesamtjahr stark erhöhen würde.
Die Federal Reserve habe wie erwartet die dritte Anhebung der FED Funds Target Rate in diesem Jahr vorgenommen. Mit 1,50% liege sie nun genau in der Mitte vom Tiefpunkt bei 0,25% und den langfristig angepeilten 2,75%. Die geldpolitische Maßnahme überrasche nicht. Das FOMC-Statement sei durch den Dissens zweier Notenbanker aufgefallen, die aber in 2018 nicht mehr stimmberechtigt sein würden. Die Projektionen des BIP-Wachstums für die beiden kommenden Jahre seien deutlich auf jeweils 2,5% nach oben genommen worden, jener der Inflationsraten aber unverändert gelassen. Die FED gehe also von einem anhaltenden Goldilocks-Szenario aus.
Weiterhin erwarte das FOMC drei Zinsanhebungen in 2018. Da die beiden Kammern des Kongresses sich in der Nacht auf einen Kompromiss für die Steuerreform geeinigt hätten, über den in der nächsten Woche abgestimmt werden solle, würden sich die Anzeichen mehren, dass auch drei Leitzinsanhebungen in 2018 möglich sein würden. Eine deutlich hawkishere Zusammensetzung des FOMC könnte ebenfalls dafür sprechen. Ein perfekter Start ins neue Jahr wäre aber nötig. (14.12.2017/alc/a/a)
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