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USA: Erneute Leitzinsanhebung schon im Juni höchstwahrscheinlich
03.04.17 08:30
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - In den nächsten Tagen stehen abgesehen von den Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt die beiden wohl hochkarätigsten US-Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Im Mittelpunkt des Interesses werde eindeutig der Arbeitsmarktbericht für März stehen. Die Analysten würden mit einem netto Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft (Unternehmenserhebung) von etwas weniger als 200 Tsd. bei einer gleichzeitigen Aufwärtsrevision des Vormonatsergebnisses rechnen. Die Umfrage zum Verbrauchervertrauen des Conference Board für März deute einen Rückgang der Arbeitslosenquote an. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6% zurückgegangen sei.
Interessant bleibe der Blick auf die Lohnentwicklung. Im Februar seien die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,2% p.m. gestiegen. Für März würden die Analysten ebenfalls ein Plus von 0,2% p.m. erwarten. Der Konsens gehe von einer Zunahme um 0,3% p.m. aus. Für einen weniger stark ausgeprägten Anstieg spreche aber ein Kalendereffekt. So habe der 12. des Monats im März auf einem Sonntag gelegen. In den vergangenen Jahren habe der durchschnittliche Lohnzuwachs nur bei 0,15% p.m. gelegen, wenn der Erhebungstag ein Sonntag gewesen sei. Die Vorjahresrate sollte etwas unterhalb von 3% verharren.
Für den ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe würden die bereits vorliegenden regionalen Stimmungsumfragen sowie der Markit Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für März auf einen Rückgang hindeuten. Die Analysten würden ein Minus von knapp 1 Punkt ansetzen.
Das Protokoll der FOMC Zinsentscheidung vom 15. März dürfte kaum neue Informationen beinhalten. Seit der Zinsanhebung Mitte März hätten die Mitglieder des geldpolitischen Komitees ihre "falkenhafte" Tonlage beibehalten. Fast täglich würden sich ein oder mehrere FOMC-Mitglieder zu Wort melden und betonen, in diesem Jahr seien noch zwei bis drei Zinsschritte angemessen. Angesichts ihrer erwarteten Entwicklung am Arbeitsmarkt und bei der Inflationsrate würden die Analysten eine hohe Wahrscheinlichkeit sehen, dass der Leitzins schon im Juni erneut angehoben werde. Wäre dies der Fall, stiege die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass es 2017 in Summe vier Zinsanhebungen geben werde.
In den Augen der Analysten setze die FED derzeit alles daran, ihre Absicht, den Leitzins in diesem und im nächsten Jahr jeweils dreimal anzuheben, im Markt zu verankern. Anders als in den letzten Jahren dürfte das Risiko daher nicht mehr darin liegen, dass am Ende weniger Anhebungen zustande kommen würden, sondern mehr. Am Markt seien diese veränderten Rahmenbedingungen nach Meinung der Analysten aber noch nicht korrekt abgebildet. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass die Rendite 10-jähriger amerikanischer Staatsanleihen im Zuge eines gemessen an den Markterwartungen stärker steigenden Leizinszinssatzes auf Sicht der nächsten zwölf Monate Richtung 3% klettern werde, bei den 2-jährigen Staatsanleihen würden die Analysten mit einem Renditeanstieg auf 2% rechnen. (Ausgabe vom 31.03.2017) (03.04.2017/alc/a/a)
Im Mittelpunkt des Interesses werde eindeutig der Arbeitsmarktbericht für März stehen. Die Analysten würden mit einem netto Beschäftigungszuwachs außerhalb der Landwirtschaft (Unternehmenserhebung) von etwas weniger als 200 Tsd. bei einer gleichzeitigen Aufwärtsrevision des Vormonatsergebnisses rechnen. Die Umfrage zum Verbrauchervertrauen des Conference Board für März deute einen Rückgang der Arbeitslosenquote an. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 4,6% zurückgegangen sei.
Für den ISM Index für das Verarbeitende Gewerbe würden die bereits vorliegenden regionalen Stimmungsumfragen sowie der Markit Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für März auf einen Rückgang hindeuten. Die Analysten würden ein Minus von knapp 1 Punkt ansetzen.
Das Protokoll der FOMC Zinsentscheidung vom 15. März dürfte kaum neue Informationen beinhalten. Seit der Zinsanhebung Mitte März hätten die Mitglieder des geldpolitischen Komitees ihre "falkenhafte" Tonlage beibehalten. Fast täglich würden sich ein oder mehrere FOMC-Mitglieder zu Wort melden und betonen, in diesem Jahr seien noch zwei bis drei Zinsschritte angemessen. Angesichts ihrer erwarteten Entwicklung am Arbeitsmarkt und bei der Inflationsrate würden die Analysten eine hohe Wahrscheinlichkeit sehen, dass der Leitzins schon im Juni erneut angehoben werde. Wäre dies der Fall, stiege die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass es 2017 in Summe vier Zinsanhebungen geben werde.
In den Augen der Analysten setze die FED derzeit alles daran, ihre Absicht, den Leitzins in diesem und im nächsten Jahr jeweils dreimal anzuheben, im Markt zu verankern. Anders als in den letzten Jahren dürfte das Risiko daher nicht mehr darin liegen, dass am Ende weniger Anhebungen zustande kommen würden, sondern mehr. Am Markt seien diese veränderten Rahmenbedingungen nach Meinung der Analysten aber noch nicht korrekt abgebildet. Die Analysten würden daher davon ausgehen, dass die Rendite 10-jähriger amerikanischer Staatsanleihen im Zuge eines gemessen an den Markterwartungen stärker steigenden Leizinszinssatzes auf Sicht der nächsten zwölf Monate Richtung 3% klettern werde, bei den 2-jährigen Staatsanleihen würden die Analysten mit einem Renditeanstieg auf 2% rechnen. (Ausgabe vom 31.03.2017) (03.04.2017/alc/a/a)
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