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USA: Durchwachsene Daten sprechen für weiterhin vorsichtige Geldpolitik


28.02.19 10:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Verbraucher sind in den einzelnen EU-Staaten recht unterschiedlich gelaunt, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

In Frankreich habe sich die Stimmung unter den Konsumenten zuletzt etwas aufgehellt. Das Konsumentenvertrauen habe im Februar wieder ein Niveau erreicht, welches zuletzt im Oktober 2018 vorgeherrscht habe. Die französischen Konsumenten würden vor allem die künftigen Beschäftigungschancen positiver als noch zuvor sehen. Anscheinend hätten die Gelbwestenproteste nur für einen vorübergehenden Stimmungseinbruch gesorgt. In Italien hingegen sei das Verbrauchervertrauen im Februar auf den tiefsten Stand seit August 2017 gefallen. Neben der schwachen Wirtschaftsdynamik würden auch Konflikte innerhalb der Regierung vermehrt auf der Stimmung im Land lasten.

In den USA habe sich das Konsumentenvertrauen im gleichen Zeitraum hingegen stärker verbessert als angenommen. Insbesondere das Ende des Shutdowns habe bei den Verbrauchern wieder für mehr Zukunftsoptimismus gesorgt, da gerade die Erwartungskomponente der Umfrage stark habe zulegen können. Auch werde die Lage am Arbeitsmarkt positiver eingeschätzt. Sollten sich die positiven Erwartungen in den weiteren US-Konjunkturdaten bestätigen, könnte das die FED dazu bewegen, einen weiteren Zinsschritt in Betracht zu ziehen. Die derzeit durchwachsenen Daten würden jedoch für eine weiterhin vorsichtige US-Geldpolitik sprechen, wodurch der Dollar gegenüber dem Euro mittelfristig kaum Spielraum für eine Aufwertung haben sollte. (28.02.2019/alc/a/a)