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USA: Die Daten sprechen für zwei weitere Zinsschritte im laufenden Jahr


25.02.19 14:00
National-Bank AG

Essen (www.anleihencheck.de) - Das Protokoll der letzten FED-Sitzung unterstrich noch einmal die abwartende Haltung der obersten US-Notenbanker, berichten die Analysten der National-Bank AG.

Das FOMC reagiere damit auf die gestiegenen Unsicherheiten vor allem auch hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklungen bei den Handelspartnern weltweit. Die so abrupte Kehrtwende der US-Notenbanker mache eine Einschätzung des weiteren Notenbankpfades allerdings wesentlich schwieriger: Aus Sicht der Analysten der National-Bank AG bleibe die ökonomische Indikation für weitere Zinsschritte erhalten. Die signifikante Neueinschätzung des Notenbankzinspfades belege nach Erachten der Analysten den zunehmenden politischen Druck, unter dem die amerikanische Notenbank stehe - und dessen weiterer Verlauf sei naturgemäß schwer abzuschätzen.

Aus Sicht der Analysten der National-Bank AG sprächen die Daten derzeit für zwei weitere Zinsschritte der FED im laufenden Jahr. Insofern würden sie erwarten, dass die US-Notenbank zunächst weiter abwarte und dann im Rahmen der Verbesserung auch der internationalen Perspektiven mit ihrem Zinserhöhungszyklus fortfahre. Auch hier werde es entscheidend darauf ankommen, ob es gelinge, vor allem im Verhältnis USA-China zu einem Kompromiss bezüglich der bilateralen Handelsströme zu gelangen. Für das Jahresende 2019 gehe man weiterhin von einem spürbaren Anstieg der Renditen auf Werte um 3,3% auf Sicht der kommenden zwölf Monate aus.

Mit Blick auf die Zinsentwicklung in Deutschland und Europa würden die Analysten der National-Bank AG erwarten, dass sich die derzeitige Entkopplung der Zinssätze fortsetze gegebenenfalls sogar noch weiter akzentuiere. Aus Sicht der Analysten werde das Wachstum in Europa auch weiterhin robust bleiben. Demgegenüber hätten die Analysten große Zweifel, ob die Inflation das von der EZB gesetzte Ziel tatsächlich erreichen könne. Nach unseren Simulationen dürfte der unterliegende Preistrend in Europa auf Sicht der nächsten zwölf Monate um rund 30 Basispunkte anziehen, so die Analysten der National-Bank AG. Damit dürfte die Inflationsrate aber weiterhin klar von der Zwei-Prozent-Marke entfernt bleiben. Es werde nun auf die Stärke der Gegenbewegung der Frühindikatoren ankommen, ob die EZB die Erwartungen an eine zumindest perspektivisch wieder etwas restriktivere Geldpolitik weiter dämpfe. Auf Jahressicht sei trotz der nach Erachten der Analysten auch weiterhin aufwärts gerichteten Kräfte an den internationalen Kapitalmärkten ein weit unterdurchschnittliches Renditeniveau um 0,6% für 10-jährige Bundesanleihen zu erwarten. (Ausgabe vom 22.02.2019) (25.02.2019/alc/a/a)