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USA: ADP-Beschäftigungsbericht im Fokus


05.02.25 08:30
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Gemäß den Prognosen des Münchner ifo-Instituts würde die Volksrepublik China einen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten besser verkraften als Kanada und Mexiko, so die Analysten der Nord LB.

Eine mögliche Spirale von Zöllen und Gegenzöllen würde laut den Ifo-Forschern den chinesischen Export "lediglich" mit einem Rückgang i. H. v. 3,8% belasten. Gestern habe China nur wenige Minuten nach den von Präsident Trump initiierten Zöllen auf chinesische Importe Gegenmaßnahmen erlassen (gültig ab 10.02.2025). Ins Visier der Chinesen würden dabei US-amerik. Energie-Exporte fallen (15% Zoll auf Kohle und Flüssiggas, 10% auf Rohöl). Mit Blick auf die Industriewertschöpfung müsste Kanada laut ifo mittelfristig einen Rückgang von 14%, Mexiko von 13% und China lediglich von 1% verkraften.

Der heutige ADP-Beschäftigungsbericht bilde den ersten gewichtigen Datenpunkt zum US-Arbeitsmarkt in dieser Woche, bevor am Freitag die in diesem Kontext wohl wichtigste Zeitreihe zu den neugeschaffenen Stellen (ex Agrar) folge. Außerdem ziehe der ISM PMI für den Dienstleistungssektor nach, sein Industrie-Pendant am Montag habe bereits etwas Wachstum angezeigt. In der Eurozone stünden aktuelle Signale von den vor-gelagerten Preisstufen (Erzeugerpreise) im Fokus. Zudem würden FED-Mitglied Goolsbee in Detroit und EZB-Chefökonom Lane auftreten. Unternehmensseitig würden mit Santander, Equinor & Qualcomm eine Bandbreite an Quartals- und Jahreszahlen veröffentlicht. (05.02.2025/alc/a/a)