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UK: Preisdruck weiter stabilisiert


28.08.24 11:24
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das britische BIP stagnierte im Juni erwartungsgemäß, so die Analysten von Postbank Research.

Dies habe zur Folge gehabt, dass auch das BIP im zweiten Quartal wie erwartet um robuste 0,6 Prozent zum Vorquartal gewachsen sei, nach 0,7 Prozent Zuwachs im ersten Quartal.

Der PMI der Dienstleistungen sei im Juli mit 52,5 Punkten den neunten Monat in Folge im expansiven Bereich geblieben, der Industrie-PMI habe sich mit 51,0 Zählern über der Expansionsschwelle gehalten.

Die jährliche Inflationsrate sei im Juli leicht von 2,0 auf 2,2 Prozent gestiegen, die Kerninflation sei jedoch von 3,5 auf 3,3 und die Dienstleistungsinflation deutlich von 5,7 auf 5,2 Prozent gesunken.

Die Arbeitslosenquote sei im Juni von 4,4 auf 4,2 Prozent gesunken - der erste Rückgang seit fünf Monaten. Das jährliche Lohnwachstum habe sich von 5,7 im Vormonat spürbar auf 4,5 Prozent abgeschwächt.

Aufgrund der rückläufigen Kerninflationsdaten hätten viele aber nicht alle Marktakteure auf einen Einstieg in den Zinslockerungszyklus im August gesetzt. Mit einer knappen Mehrheit habe sich die BoE zu einer ersten Zinssenkung um 25 BP auf 5,0 Prozent durchgerungen. Bis zum Jahresende würden an den Terminmärkten noch knapp zwei weitere Zinssenkungen erwartet.

Da die Zinssenkung nicht voll eingepreist gewesen sei, habe das Pfund zum Euro anschließend von rund EUR/GBP 0,84 auf EUR/GBP 0,8625 nachgegeben. Sollte die BoE 2024 nur noch eine einzige Zinssenkung a 25 BP vornehmen, könnte das Pfund auf Sicht von sechs Monaten bis auf EUR/GBP 0,82 aufwerten. (Ausgabe Währungsbulletin September 2024) (28.08.2024/alc/a/a)