UK: Inflation wieder etwas ansteigend, BoE wartet ab


01.10.24 12:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das britische BIP stagnierte wie im Juni so auch im Juli und verfehlte somit den Marktkonsens eines Anstiegs um 0,2 Prozent, so die Analysten von Postbank Research.

In erster Linie dürfte die im Juli schwache Industrieproduktion dämpfend gewirkt haben.

Der PMI der Dienstleistungen sei im September mit 52,8 Punkten den elften Monat in Folge im expansiven Bereich geblieben, auch der Industrie-PMI habe sich trotz eines leichten Rückgangs mit 51,5 Zählern über der Expansionsschwelle gehalten.

Die jährliche Inflationsrate sei im August bei 2,2 Prozent verharrt, die Kerninflation sei jedoch von 3,3 auf 3,6 und die Dienstleistungsinflation von 5,2 auf 5,6 Prozent gestiegen.

Die Arbeitslosenquote sei im Juli von 4,2 auf 4,1 Prozent gesunken. Das jährliche Lohnwachstum habe sich von 4,6 im Vormonat spürbar auf 4,0 Prozent abgeschwächt.

Aufgrund der anhaltend hohen Kern- und Dienstleistungsinflation habe sich der geldpolitische Ausschuss der Bank of England mit großer Mehrheit Mitte September für unveränderte Leitzinsen i.H.v. 5,0 Prozent ausgesprochen. Bis zum Jahresende würden an den Terminmärkten noch rund 40 BP an Zinssenkungen erwartet, somit weniger als für FED und EZB.

Auch aufgrund dieser Erwartungen sei das Pfund zum Euro kürzlich mit EUR/GBP 0,8320 auf ein Zwei-Jahres-Hoch geklettert. Sofern die Swapmärkte richtig lägen, dürfte das Pfund auf Sicht von sechs Monaten auf EUR/GBP 0,815 aufwerten. (Ausgabe Währungsbulletin Oktober 2024) (01.10.2024/alc/a/a)