UK: Inflation unerwartet deutlich auf dem Rückzug


29.10.24 12:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das britische BIP fand nach zwei Monaten der Stagnation wieder zurück auf den Wachstumspfad, im August stieg es um 0,2 Prozent zum Vormonat an, so die Analysten von Postbank Research.

Der PMI der Dienstleistungen habe im September mit 52,4 Punkten den zwölften Monat in Folge im expansiven Bereich verharrt, auch der Industrie-PMI habe sich mit unverändert 51,5 Zählern über der Expansionsschwelle gehalten, während der Construction-PMI gar auf 57,2 Punkte gesprungen sei.

Die jährliche Inflationsrate sei im September unerwartet deutlich von 2,2 auf 1,7 Prozent gefallen, ebenso habe sich die Kerninflation von 3,6 auf 3,2 Prozent und die Dienstleistungsinflation von 5,6 auf 4,9 Prozent abgeschwächt. Diese Rückgänge seien unisono stärker ausgefallen als zuvor erwartet.

Die Arbeitslosenquote sei im August unerwartet von 4,1 auf 4,0 Prozent gesunken. Das jährliche Lohnwachstum habe sich weiter von 4,1 Prozent im Vormonat auf 3,8 Prozent abgeschwächt.

Aufgrund des weitaus stärker als prognostizierten Rückgangs der Inflationsraten hätten die Swapmärkte ihre Erwartungen an Zinssenkungen seitens der Bank of England angepasst. Bis zum Jahresende würden an den Terminmärkten nun rund 43 Basispunkte an Zinssenkungen erwartet, was etwas weniger sei als bei der Fed.

Das Pfund sei Anfang Oktober zum Euro mit EUR/GBP 0,8311 auf ein Zwei-Jahres-Hoch geklettert und habe seither kaum nachgegeben. Sollte die EZB schneller als die BoE senken, dürfte das Pfund auf Sicht von sechs Monaten auf EUR/GBP 0,815 aufwerten. (Ausgabe Währungsbulletin November 2024) (29.10.2024/alc/a/a)