UK: Geringere Inflation bei höherem Wachstum


24.05.24 10:35
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das britische BIP ist im März um 0,4 Prozent gestiegen, so die Analysten von Postbank Research.

Der Februarwert sei von 0,1 auf 0,2 nach oben revidiert worden. In Q1 dürfte das Wachstum somit robuste 0,6 Prozent betragen haben.

Der PMI der Dienstleistungen sei im April mit 55 Punkten den fünften Monat in Folge im expansiven Bereich geblieben, der Industrie-PMI sei auf 49,1 Zähler und damit nach einem Monat über der Expansionsschwelle zurück in den kontraktiven Bereich gesunken.

Die jährlichen Gesamt- und Kerninflationsraten seien im März um 0,1 Prozentpunkte und somit etwas geringer als erwartet auf 3,2 bzw. 4,2 Prozent gesunken. Die Dienstleistungsinflation sei leicht von 6,1 auf 6,0 Prozent zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote sei im März von 4,2 auf 4,3 Prozent geklettert, das jährliche Lohnwachstum sei leicht von 5,6 auf 5,7 Prozent gestiegen.

Aufgrund abwärts revidierter Inflationsprognosen und aufwärts revidierter Wachstumsprojektionen der BoE bei ihrer Sitzung im Mai hätten sich die Hoffnungen auf einen früheren und beschleunigten Zinslockerungszyklus erhöht. Eine erste Zinssenkung um 25 BP sei aktuell für die August-Sitzung, bis Jahresende seien noch eineinhalb weitere Zinssenkungen eingepreist.

Im April habe das Pfund zum Euro weiterhin seitwärts zwischen EUR/GBP 0,85 und 0,86 mit einem kurzen Ausreißer auf 0,863 Ende des Monats notiert. Beginne die BoE jedoch schon im Juni mit dem Einstieg in den Lockerungszyklus, dürfte das Pfund auf Sicht von sechs Monaten geringfügig auf EUR/GBP 0,865 abwerten. (Ausgabe Währungsbulletin Juni 2024) (24.05.2024/alc/a/a)