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UK: CPI - Die Wahrscheinlichkeit von weiteren Zinssenkungen steigt!
14.08.24 10:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Der größte Druck ist bei den Notenbankern der BoE und den Markteilnehmern nach der kürzlich erfolgten ersten Zinssenkung dieses Jahres wohl raus, dennoch sind die soeben veröffentlichten Inflationsdaten weiterhin von höchster Relevanz für die weitere geldpolitische Strategie des Vereinigten Königreiches, so die Analysten der Nord LB.
Die für den Juli veröffentlichte Inflationsrate habe demnach bei -0,2% M/M gelegen und könne durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Einschätzungen von Analysten und Marktbeobachtern sowie die Projektionen der Notenbank selbst seien mit der heutigen Veröffentlichung sogar noch unterboten worden. Die Jahresrate werde folglich mit 2,2% ausgewiesen, was allerdings auch zu erwarten gewesen sei.
Da die teils "guten" monatlichen Inflationsdaten aus 2023 nach und nach aus der Berechnung der Jahresrate herausfallen würden, sei ein Ansteigen fast schon eine Zwangsläufigkeit. Auch wenn das Ziel der Preisniveaustabilität von 2,0% somit nicht gehalten werden könne, sei dieses Faktum für die Bank of England fast schon irrelevant. Es komme schlicht auf die aktuellen Monatsdaten an und der Wert aus dem Juli dürfte die Zinssenkung vom 01. August noch einmal ex Post rechtfertigen - was das MPC sicherlich wohlwollend zur Kenntnis nehmen dürfte!
Die größten Aufwärtskontributoren für die Headline Rate seien bei der Transportkomponente mit 0,6% M/M und bei Alkohol- und Tabakerzeugnissen mit 0,4% M/M zu suchen. Interessanter sei jedoch der Blick auf diejenigen Sub-Indices, welche letztlich für eine negative Monatsrate gesorgt hätten. Spitzenreiter stelle die Bekleidungskomponente mit -1,3% M/M dar, dicht gefolgt von Möbeln und haushaltsnahen Gütern mit -1,3%. Letzteres dürfte auch ein Indikator dafür sein, wieso der Immobiliensektor in Großbritannien derzeit wieder anzieht - neben den Baukosten sind die Einrichtungskosten bei der Kalkulation des Eigenheims nicht zu vernachlässigen und diese scheinen zunehmend günstiger zu werden, so die Analysten der Nord LB. Ein CPIH, also jene Inflationsrate inkl. des selbst genutzten Wohnraums, von 0,0% M/M bzw. 3,1% Y/Y signalisiere ebenfalls eine immerhin stagnierende Preisdynamik auf dem Immobilienmarkt.
Diese Überraschung bei den Inflationsdaten sorge auch für Bewegung auf dem Devisenmarkt. Zunächst sei festzuhalten, dass die heute veröffentlichten Zahlen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Bank of England im September wahrscheinlicher machen würden - wobei die Analysten weiterhin eher konservativ von 25er Schritten bei den nächsten potentiellen Senkungen ausgehen würden. Der Pfund habe aufgrund der bei manchen Beobachtern veränderten Perspektive ggü. dem USD in der Folge etwas nachgegeben. Während sich die Wechselkurspaarung im frühen Tagesverlauf zunächst etwas oberhalb von 1,286 Britischen Pfund je US-Dollar bewegt habe, habe dieser nach Veröffentlichung der Daten etwas abgewertet und pendele nun etwas oberhalb von 1,283 GBP je USD.
Sollten die Arbeitsmarktdaten für den Juli erneut stärker ausfallen als erwartet, dürfte eine Zinssenkung im September noch wahrscheinlicher werden. Das Lager der Tauben im MPC sei jedenfalls stetig angewachsen und könnte diesen Kurs tatsächlich weiterführen.
Die heute veröffentlichten Inflationsdaten aus dem Vereinigten Königreich würden erneut signalisieren, dass sich die Preisentwicklung weniger problematisch präsentiere als zunächst angenommen. Mit -0,2% M/M im Juli sei jedenfalls von Handelshemmnissen u.a. aufgrund des Brexits an der Ladentheke kaum noch etwas zu spüren. Gleichzeitig steige durch die positiven Zahlen auch die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Bank of England im September, was die Konjunktur neben der nachlassenden Preisdynamik zusätzlich stimulieren dürfte. Der Devisenmarkt habe jedenfalls prompt reagiert und diese Möglichkeit offensiver eingepreist, infolgedessen das Britische Pfund gegenüber dem US-Dollar abgewertet und sich im nachgelagerten Handel leicht oberhalb der Marke von 1,283 GPB je USD eingependelt habe. (14.08.2024/alc/a/a)
Die für den Juli veröffentlichte Inflationsrate habe demnach bei -0,2% M/M gelegen und könne durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Einschätzungen von Analysten und Marktbeobachtern sowie die Projektionen der Notenbank selbst seien mit der heutigen Veröffentlichung sogar noch unterboten worden. Die Jahresrate werde folglich mit 2,2% ausgewiesen, was allerdings auch zu erwarten gewesen sei.
Da die teils "guten" monatlichen Inflationsdaten aus 2023 nach und nach aus der Berechnung der Jahresrate herausfallen würden, sei ein Ansteigen fast schon eine Zwangsläufigkeit. Auch wenn das Ziel der Preisniveaustabilität von 2,0% somit nicht gehalten werden könne, sei dieses Faktum für die Bank of England fast schon irrelevant. Es komme schlicht auf die aktuellen Monatsdaten an und der Wert aus dem Juli dürfte die Zinssenkung vom 01. August noch einmal ex Post rechtfertigen - was das MPC sicherlich wohlwollend zur Kenntnis nehmen dürfte!
Diese Überraschung bei den Inflationsdaten sorge auch für Bewegung auf dem Devisenmarkt. Zunächst sei festzuhalten, dass die heute veröffentlichten Zahlen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Bank of England im September wahrscheinlicher machen würden - wobei die Analysten weiterhin eher konservativ von 25er Schritten bei den nächsten potentiellen Senkungen ausgehen würden. Der Pfund habe aufgrund der bei manchen Beobachtern veränderten Perspektive ggü. dem USD in der Folge etwas nachgegeben. Während sich die Wechselkurspaarung im frühen Tagesverlauf zunächst etwas oberhalb von 1,286 Britischen Pfund je US-Dollar bewegt habe, habe dieser nach Veröffentlichung der Daten etwas abgewertet und pendele nun etwas oberhalb von 1,283 GBP je USD.
Sollten die Arbeitsmarktdaten für den Juli erneut stärker ausfallen als erwartet, dürfte eine Zinssenkung im September noch wahrscheinlicher werden. Das Lager der Tauben im MPC sei jedenfalls stetig angewachsen und könnte diesen Kurs tatsächlich weiterführen.
Die heute veröffentlichten Inflationsdaten aus dem Vereinigten Königreich würden erneut signalisieren, dass sich die Preisentwicklung weniger problematisch präsentiere als zunächst angenommen. Mit -0,2% M/M im Juli sei jedenfalls von Handelshemmnissen u.a. aufgrund des Brexits an der Ladentheke kaum noch etwas zu spüren. Gleichzeitig steige durch die positiven Zahlen auch die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die Bank of England im September, was die Konjunktur neben der nachlassenden Preisdynamik zusätzlich stimulieren dürfte. Der Devisenmarkt habe jedenfalls prompt reagiert und diese Möglichkeit offensiver eingepreist, infolgedessen das Britische Pfund gegenüber dem US-Dollar abgewertet und sich im nachgelagerten Handel leicht oberhalb der Marke von 1,283 GPB je USD eingependelt habe. (14.08.2024/alc/a/a)


