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Türkische Anleihen erholten sich deutlich


14.11.13 16:48
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Türkei ist aufgrund der schwachen externen Position und der starken Abhängigkeit von ausländischen Kapitalzuflüssen in den letzten Monaten eines der am stärksten negativ betroffenen Schwellenländer, berichten die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Die Höhe des Leistungsbilanzdefizits sei zwar schon seit längerem die Achillesferse des Landes, doch erst mit der abrupten Trendwende bei den Kapitalflüssen in die bzw. aus den Emerging Markets sei diese Anfälligkeit der Türkei wieder verstärkt ins Blickfeld gerückt. Die Notenbank habe seitdem zwei Erhöhungen der oberen Grenze des Korridors für die kurzfristigen Zinsen vollzogen, um die Währung zu stabilisieren. Weitere Schritte seien derzeit allerdings nicht in Sicht, da sonst die Konjunktur zu stark leiden könnte.

Im September und Oktober habe sich die Situation auf den globalen Märkten beruhigt, was türkischen Anleihen zugute gekommen sei, die sich im Zuge dessen deutlich erholt hätten. Wachstumsseitig sei eine schwächelnde Tendenz zu verzeichnen, rückläufige Wachstumsraten der Kreditvergabe sowie die Währungsabwertung in den Sommermonaten dürften sich auf der anderen Seite in den nächsten Monaten positiv auf das relativ hohe Leistungsbilanzdefizit auswirken.

Nachdem bereits im Vormonat die Entschärfung der Lage in Syrien und die US-"Tapering"-Entscheidung eine massive Kurserholung am Aktienmarkt ausgelöst hätten, habe es im Oktober auch angesichts der Veröffentlichung von in Erwartung liegender Quartalsergebnisse an weiteren positiven Impulsen gemangelt. (Ausgabe November 2013) (14.11.2013/alc/a/a)