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Türkei: Unveränderte Leitzinsen erwartet
17.11.16 11:15
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Gestern ist der US-Dollar mit Notierungen um 3,3275 TRY auf einen Rekordstand gegenüber der Türkischen Lira gestiegen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Damit setze die amerikanische Währung ihre im Oktober begonnene Aufwärtsbewegung weiter fort, unterstützt einerseits durch globale Unsicherheiten infolge der US-Wahl aber andererseits auch durch politische und wirtschaftliche Herausforderungen in der Türkei. Für Anleger komme dazu, dass die türkischen Zinsen nicht ausreichend für das Risiko einer TRY-Longposition entschädigen würden.
In diesem Umfeld würden die Analysten davon ausgehen, dass die Lira weitere Kursverluste verzeichnen werde. Per Ende 2017 laute die Prognose der Analysten auf 3,60 TRY je USD. Begünstigt werde die Schwäche der Lira durch eine geänderte Wechselkurspolitik der Türkischen Zentralbank. In der Vergangenheit hätten die Währungshüter mehr oder weniger regelmäßig die heimische Währung durch direkte Interventionen, Fremdwährungsauktionen und Zinserhöhungen gestützt. Per Ende April habe die Notenbank jedoch ihre Währungsauktionen eingestellt und auch andere Eingriffe am Währungsmarkt seien jüngst ausgeblieben.
In diesem Umfeld würden die Analysten eine deutliche Anhebung der Leitzinsen anlässlich der in der kommenden Woche (24.11.) anstehenden Zinsentscheidung des geldpolitischen Ausschusses für unwahrscheinlich halten. Allerdings würden mit der gegenwärtigen Abschwächung der Lira Preisgefahren und ein Überschießen der Teuerung über die gegenwärtige Inflationsprognose der Zentralbank von 6,5% per Ende 2017 drohen. Daher hätten die Analysten ihre Erwartung für die anstehende Zinsentscheidung revidiert: Anstelle einer Rücknahme um 25 Basispunkte würden die Analysten nun bis zum Jahresende 2016 unveränderte Schlüsselzinsen mit einem gleichtägigen Zinskorridor von 7,25 bis 8,25% und 7,50% als einwöchigem Reposatz unterstellen.
Neben dem Basisszenario der Analysten sei denkbar, dass die Notenbanker ihre Vereinfachung mehrerer Leitzinsen hin zu einem einzigen Schlüsselzins fortsetzen würden. Eine Erhöhung des Satzes für einwöchige Repogeschäfte um 25 Basispunkte auf 7,75% würde den Zins in die Mitte des 100-Basispunkte breiten Korridors bringen. Mit nachfolgender Zinsentscheidung hätten die Währungshüter die Möglichkeit, den Zinskorridor symmetrisch zu verengen und die Geschäftsbanken zunehmend Gelder mit 7,75% zur Verfügung zu stellen. Damit würden die effektiven Finanzierungskosten der Geschäftsbanken von aktuell um 7,80% auf 7,75% reduziert. An den Finanzmärkten hätte eine derartige Entscheidung aber vermutlich kaum Auswirkungen und würde den Wechselkurs der Lira bestenfalls vorübergehend beeinflussen. (17.11.2016/alc/a/a)
Damit setze die amerikanische Währung ihre im Oktober begonnene Aufwärtsbewegung weiter fort, unterstützt einerseits durch globale Unsicherheiten infolge der US-Wahl aber andererseits auch durch politische und wirtschaftliche Herausforderungen in der Türkei. Für Anleger komme dazu, dass die türkischen Zinsen nicht ausreichend für das Risiko einer TRY-Longposition entschädigen würden.
In diesem Umfeld würden die Analysten eine deutliche Anhebung der Leitzinsen anlässlich der in der kommenden Woche (24.11.) anstehenden Zinsentscheidung des geldpolitischen Ausschusses für unwahrscheinlich halten. Allerdings würden mit der gegenwärtigen Abschwächung der Lira Preisgefahren und ein Überschießen der Teuerung über die gegenwärtige Inflationsprognose der Zentralbank von 6,5% per Ende 2017 drohen. Daher hätten die Analysten ihre Erwartung für die anstehende Zinsentscheidung revidiert: Anstelle einer Rücknahme um 25 Basispunkte würden die Analysten nun bis zum Jahresende 2016 unveränderte Schlüsselzinsen mit einem gleichtägigen Zinskorridor von 7,25 bis 8,25% und 7,50% als einwöchigem Reposatz unterstellen.
Neben dem Basisszenario der Analysten sei denkbar, dass die Notenbanker ihre Vereinfachung mehrerer Leitzinsen hin zu einem einzigen Schlüsselzins fortsetzen würden. Eine Erhöhung des Satzes für einwöchige Repogeschäfte um 25 Basispunkte auf 7,75% würde den Zins in die Mitte des 100-Basispunkte breiten Korridors bringen. Mit nachfolgender Zinsentscheidung hätten die Währungshüter die Möglichkeit, den Zinskorridor symmetrisch zu verengen und die Geschäftsbanken zunehmend Gelder mit 7,75% zur Verfügung zu stellen. Damit würden die effektiven Finanzierungskosten der Geschäftsbanken von aktuell um 7,80% auf 7,75% reduziert. An den Finanzmärkten hätte eine derartige Entscheidung aber vermutlich kaum Auswirkungen und würde den Wechselkurs der Lira bestenfalls vorübergehend beeinflussen. (17.11.2016/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


