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Türkei: Schwächere Inflation als befürchtet
06.05.19 12:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Überraschend ist die Inflationsrate in der Türkei von 19,7 Prozent im März auf 19,5 Prozent im April gesunken, der Konsensus hatte mit einem Anstieg auf 20,4 Prozent gerechnet, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Vor allem die Preise für Transport und Bekleidung hätten nachgegeben, wohingegen die Teuerungsrate bei Nahrungsmitteln trotzt staatlicher Eingriffe auf 31,9 Prozent angestiegen sei. Die schwache heimische Nachfrage könnte den Inflationsdruck weiter mindern, ein Rückgang des Ölpreises würde zusätzlich zu einer geringeren Inflation führen. Bereits beim letzten Treffen hätten die türkischen Währungshüter eine Leitzinssenkung in Betracht gezogen, der Rückgang der Inflationsrate verschaffe ihnen nun einen weiteren Grund. Gegen eine Zinssenkung würden jedoch Sorgen um die Stabilität der Lira sprechen. Diese habe gegenüber dem Euro seit Anfang März um mehr als sechs Prozent abgewertet, so stark wie keine andere Währung.
Belastet worden sei die Lira dabei auch von politischen Entwicklungen. Die Regierung wolle sich mit ihrer Niederlage bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul nicht abfinden. Nachdem Nachzählungen nicht geholfen hätten, habe, wie der Zufall so wolle, nun die Justiz rechtliche Schritte wegen vermuteter Unregelmäßigkeiten eingeleitet. Das schwindende Vertrauen internationaler Investoren aufgrund verschwimmender Grenzen zwischen Regierung, Justiz und Notenbank werde in den kommenden Wochen voraussichtlich weiter auf der Lira lasten. (06.05.2019/alc/a/a)
Vor allem die Preise für Transport und Bekleidung hätten nachgegeben, wohingegen die Teuerungsrate bei Nahrungsmitteln trotzt staatlicher Eingriffe auf 31,9 Prozent angestiegen sei. Die schwache heimische Nachfrage könnte den Inflationsdruck weiter mindern, ein Rückgang des Ölpreises würde zusätzlich zu einer geringeren Inflation führen. Bereits beim letzten Treffen hätten die türkischen Währungshüter eine Leitzinssenkung in Betracht gezogen, der Rückgang der Inflationsrate verschaffe ihnen nun einen weiteren Grund. Gegen eine Zinssenkung würden jedoch Sorgen um die Stabilität der Lira sprechen. Diese habe gegenüber dem Euro seit Anfang März um mehr als sechs Prozent abgewertet, so stark wie keine andere Währung.
Belastet worden sei die Lira dabei auch von politischen Entwicklungen. Die Regierung wolle sich mit ihrer Niederlage bei der Bürgermeisterwahl in Istanbul nicht abfinden. Nachdem Nachzählungen nicht geholfen hätten, habe, wie der Zufall so wolle, nun die Justiz rechtliche Schritte wegen vermuteter Unregelmäßigkeiten eingeleitet. Das schwindende Vertrauen internationaler Investoren aufgrund verschwimmender Grenzen zwischen Regierung, Justiz und Notenbank werde in den kommenden Wochen voraussichtlich weiter auf der Lira lasten. (06.05.2019/alc/a/a)
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| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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