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Türkei: Notenbank interveniert kräftig am Devisenmarkt
17.04.19 09:00
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Die türkische Wirtschaft schrumpfte im Schlussquartal 2018 um 3% gegenüber dem Vorjahr, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".
Unterdessen sei die Türkische Lira wieder unter Druck geraten. Die Notenbank habe die Leitzinsen nicht verändert, aber offenbar kräftig am Devisenmarkt interveniert, um die Währung zu stützen. Einigen Schätzungen zufolge habe sie im März rund ein Drittel ihrer gesamten Währungsreserven dafür aufgewandt. Immerhin sei die Inflation im Februar erneut etwas zurückgegangen und unter die 20% Marke gerutscht.
Bei den Kommunalwahlen habe die AKP klar ihre Position als stärkste politische Kraft behauptet. Sie habe aber in vier der fünf größten Städte des Landes gegen die Opposition verloren, darunter in Ankara und Istanbul. In Istanbul akzeptiere sie das sehr knappe Ergebnis allerdings nicht und fordere wegen angeblicher Wahlmanipulationen seitens der Opposition eine Wiederholung der Wahl. Dabei würden sich auch Meinungsdifferenzen innerhalb der AKP zeigen.
Trotz verschärften Drohungen aus Washington treibe Präsident Erdogan den Kauf russischer S-400-Raketenabwehrsysteme voran, die dem Vernehmen nach bereits im Sommer geliefert würden. Auch beim Thema Iran nähmen die Konflikte mit den USA wieder zu. Ankara habe die offizielle Einstufung von Teilen der iranischen Armee als "terroristische Organisation" seitens der USA als gefährlichen, die Region destabilisierenden Schritt kritisiert.
Der türkische Aktienmarkt sei einer der ganz großen Verlierer des Monats im Schwellenländer-Universum mit einem Minus von mehr als 10% gewesen. Auch die Lira habe um mehr als 4% nachgegeben und ihr Verfall habe sich im April fortgesetzt. (Ausgabe April 2019) (17.04.2019/alc/a/a)
Unterdessen sei die Türkische Lira wieder unter Druck geraten. Die Notenbank habe die Leitzinsen nicht verändert, aber offenbar kräftig am Devisenmarkt interveniert, um die Währung zu stützen. Einigen Schätzungen zufolge habe sie im März rund ein Drittel ihrer gesamten Währungsreserven dafür aufgewandt. Immerhin sei die Inflation im Februar erneut etwas zurückgegangen und unter die 20% Marke gerutscht.
Trotz verschärften Drohungen aus Washington treibe Präsident Erdogan den Kauf russischer S-400-Raketenabwehrsysteme voran, die dem Vernehmen nach bereits im Sommer geliefert würden. Auch beim Thema Iran nähmen die Konflikte mit den USA wieder zu. Ankara habe die offizielle Einstufung von Teilen der iranischen Armee als "terroristische Organisation" seitens der USA als gefährlichen, die Region destabilisierenden Schritt kritisiert.
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