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Türkei: Leitzinssenkung im 2. Halbjahr erwartet
13.06.19 11:00
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zwar ist die Inflationsrate in der Türkei zuletzt weiter zurückgegangen und auch der Kurs der Türkischen Lira präsentierte sich etwas stärker, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Dennoch habe die türkische Nationalbank den Leitzins auf ihrer gestrigen Sitzung wie erwartet unverändert bei 24 Prozent belassen. Die Lira habe derzeit die höchste Dreimonats-Volatilität weltweit und habe auf die (erwartete) Zinsentscheidung mit einer Aufwertung gegenüber dem Euro von 0,65 Prozent reagiert. Die momentane Entwicklung in der Türkei sei zu fragil, um mittels expansiver Geldpolitik die Wirtschaft zu unterstützen, denn die Ende Juni stattfindenden Wahlen in Istanbul würden politische Risiken bergen, insbesondere wenn die regierende AKP erneut eine Niederlage erleiden sollte. Der Druck auf den türkischen Präsidenten könnte sich in diesem Fall weiter erhöhen. Erdogan sei bereits durch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung politisch angeschlagen. Ein weiteres Risiko stelle die schwierige Beziehung zu den USA dar.
Auf der anderen Seite profitiere die Türkei jedoch von der Aussicht auf eine mögliche Lockerung der Geldpolitik seitens der FED und der EZB. Die Deutsche Bank AG rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einer Senkung der Leitzinsen in der Türkei. (13.06.2019/alc/a/a)
Dennoch habe die türkische Nationalbank den Leitzins auf ihrer gestrigen Sitzung wie erwartet unverändert bei 24 Prozent belassen. Die Lira habe derzeit die höchste Dreimonats-Volatilität weltweit und habe auf die (erwartete) Zinsentscheidung mit einer Aufwertung gegenüber dem Euro von 0,65 Prozent reagiert. Die momentane Entwicklung in der Türkei sei zu fragil, um mittels expansiver Geldpolitik die Wirtschaft zu unterstützen, denn die Ende Juni stattfindenden Wahlen in Istanbul würden politische Risiken bergen, insbesondere wenn die regierende AKP erneut eine Niederlage erleiden sollte. Der Druck auf den türkischen Präsidenten könnte sich in diesem Fall weiter erhöhen. Erdogan sei bereits durch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung politisch angeschlagen. Ein weiteres Risiko stelle die schwierige Beziehung zu den USA dar.
Auf der anderen Seite profitiere die Türkei jedoch von der Aussicht auf eine mögliche Lockerung der Geldpolitik seitens der FED und der EZB. Die Deutsche Bank AG rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einer Senkung der Leitzinsen in der Türkei. (13.06.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


