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Türkei: Leitzinsen trotz Präsident Erdogan nicht gesenkt
26.02.19 11:45
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Inflation in der Türkei geht langsam zurück, lag zuletzt aber noch immer bei über 20% p.a., so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".
Die Notenbank habe daher trotz wachsendem politischen Druck seitens des Staatspräsidenten die Leitzinsen (derzeit bei 24%) nicht gesenkt. Postwendend habe das türkische Parlament Präsident Erdogan weitreichende neue Befugnisse "für den Fall negativer Entwicklungen, die das gesamte Finanzsystem erfassen könnten" gewährt. Zugleich habe der Staat damit begonnen, Lebensmittel in staatlichen Märkten weit unter den gängigen Marktpreisen zu verkaufen, um der galoppierenden Teuerung entgegenzuwirken. Denn die Lebensmittelpreise würden noch schneller als das allgemeine Preisniveau klettern - um mehr als 30% p.a. im Januar.
Die massiv steigenden Preise für Obst und Gemüse seien ein "wirtschaftlicher Angriff auf die Türkei" und "Lebensmittel-Terrorismus", so die Führung in Ankara. Allerdings scheinen die staatlichen Diskontpreise deutlich unter den Produktionskosten zu liegen, was entweder für entsprechende staatliche Subventionen spricht oder aber die Erzeuger in den Ruin zu treiben droht, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.
Der türkische Finanzminister habe unterdessen bestritten, dass die Türkei in einer Rezession stecke; man plane eine "sanfte wirtschaftliche Landung" und werde dies auch erreichen. Die geringe Staatsverschuldung von gerade einmal 28% und ein moderates jährliches Budgetdefizit von unter 2% würden der Regierung einigen fiskalischen Spielraum dafür geben. Die Probleme und Risiken aus der hohen Auslandsverschuldung der türkischen Volkswirtschaft und ihrer starken Abhängigkeit von ausländischen Kapitalzuflüssen würden sich damit allerdings kaum bekämpfen lassen. Der Aktienmarkt habe sich im Januar kräftig erholt und sei mit rund 14% Kursplus einer der stärksten Märkte weltweit gewesen. (Ausgabe Februar 2019) (26.02.2019/alc/a/a)
Die Notenbank habe daher trotz wachsendem politischen Druck seitens des Staatspräsidenten die Leitzinsen (derzeit bei 24%) nicht gesenkt. Postwendend habe das türkische Parlament Präsident Erdogan weitreichende neue Befugnisse "für den Fall negativer Entwicklungen, die das gesamte Finanzsystem erfassen könnten" gewährt. Zugleich habe der Staat damit begonnen, Lebensmittel in staatlichen Märkten weit unter den gängigen Marktpreisen zu verkaufen, um der galoppierenden Teuerung entgegenzuwirken. Denn die Lebensmittelpreise würden noch schneller als das allgemeine Preisniveau klettern - um mehr als 30% p.a. im Januar.
Die massiv steigenden Preise für Obst und Gemüse seien ein "wirtschaftlicher Angriff auf die Türkei" und "Lebensmittel-Terrorismus", so die Führung in Ankara. Allerdings scheinen die staatlichen Diskontpreise deutlich unter den Produktionskosten zu liegen, was entweder für entsprechende staatliche Subventionen spricht oder aber die Erzeuger in den Ruin zu treiben droht, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.
Der türkische Finanzminister habe unterdessen bestritten, dass die Türkei in einer Rezession stecke; man plane eine "sanfte wirtschaftliche Landung" und werde dies auch erreichen. Die geringe Staatsverschuldung von gerade einmal 28% und ein moderates jährliches Budgetdefizit von unter 2% würden der Regierung einigen fiskalischen Spielraum dafür geben. Die Probleme und Risiken aus der hohen Auslandsverschuldung der türkischen Volkswirtschaft und ihrer starken Abhängigkeit von ausländischen Kapitalzuflüssen würden sich damit allerdings kaum bekämpfen lassen. Der Aktienmarkt habe sich im Januar kräftig erholt und sei mit rund 14% Kursplus einer der stärksten Märkte weltweit gewesen. (Ausgabe Februar 2019) (26.02.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


