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Trumps Einfluss auf Geld- und Fiskalpolitik
26.06.25 10:30
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Der USD hat in der Nacht auf heute wieder nachgegeben und einen neuen Höchstwert von 1,1713 erreicht, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Die Ursache für diesen Sprung seien neue Aussagen des US-Präsidenten zur Neubesetzung des FED-Vorsitzes im nächsten Jahr gewesen. Powells Amtszeit solle im Mai 2026 enden. Das hindere Donald Trump nicht an dem Vorhaben Powells Nachfolger bereits im September/Oktober vorzeitig zu nominieren. Internationale Händler würden diese Maßnahme als gezielten Versuch sehen, den Einfluss des amtierenden Notenbankpräsidenten für die restliche Amtszeit zu minimieren. Es sei kein Geheimnis, dass Trump eine sehr lockere Geldpolitik und niedrige Leitzinsen befürwortet. Wenig überraschend seien für Trump negative Folgen hinsichtlich Inflation, Währung und Finanzmarktstabilität untergeordnete Aspekte. Diesem Schritt seien über Monate hinweg mediale Angriffe gegen Powell vorangegangen.
Mittlerweile würden auch Händler stärkere Zinssenkungen beginnend ab Herbst einpreisen. Dies bedeute, dass auch die Märkte davon ausgehen würden, dass Trump den innenpolitischen Kampf gegen eine ihm unliebsame Zentralbankpolitik gewinnen werde. Hingegen auf der fiskalpolitischen Ebene scheine sich eine gefährliche Situation für die USA aufzubauen. Das Budgetdefizit im Mai sei das höchste gewesen, welches je gemessen worden sei. Für das ganze Jahr 2025 gehe das Finanzministerium von einem Defizit über 7% des BIP aus. Dieses solle über die gesamte Amtszeit von Trump bestehen bleiben. Im Gegenteil solle Trumps selbsternannte "Big Beautiful Bill" erhebliche Steuersenkungen bringen, welche die Staatsschulden in den Folgejahren massiv erhöhen würden. Das sei ein Mitgrund, warum der Kongress dieses Gesetzpaket bereits mehrfach abgelehnt habe. Die Märkte würden nervös reagieren und seit Monaten werde die Nachfrage nach US-Treasury Bills mit langen Laufzeiten geringer. Im Endeffekt stelle die ganze Finanzwelt die fiskalpolitische Nachhaltigkeit eines Trump-Amerikas in Frage. (26.06.2025/alc/a/a)
Die Ursache für diesen Sprung seien neue Aussagen des US-Präsidenten zur Neubesetzung des FED-Vorsitzes im nächsten Jahr gewesen. Powells Amtszeit solle im Mai 2026 enden. Das hindere Donald Trump nicht an dem Vorhaben Powells Nachfolger bereits im September/Oktober vorzeitig zu nominieren. Internationale Händler würden diese Maßnahme als gezielten Versuch sehen, den Einfluss des amtierenden Notenbankpräsidenten für die restliche Amtszeit zu minimieren. Es sei kein Geheimnis, dass Trump eine sehr lockere Geldpolitik und niedrige Leitzinsen befürwortet. Wenig überraschend seien für Trump negative Folgen hinsichtlich Inflation, Währung und Finanzmarktstabilität untergeordnete Aspekte. Diesem Schritt seien über Monate hinweg mediale Angriffe gegen Powell vorangegangen.
Mittlerweile würden auch Händler stärkere Zinssenkungen beginnend ab Herbst einpreisen. Dies bedeute, dass auch die Märkte davon ausgehen würden, dass Trump den innenpolitischen Kampf gegen eine ihm unliebsame Zentralbankpolitik gewinnen werde. Hingegen auf der fiskalpolitischen Ebene scheine sich eine gefährliche Situation für die USA aufzubauen. Das Budgetdefizit im Mai sei das höchste gewesen, welches je gemessen worden sei. Für das ganze Jahr 2025 gehe das Finanzministerium von einem Defizit über 7% des BIP aus. Dieses solle über die gesamte Amtszeit von Trump bestehen bleiben. Im Gegenteil solle Trumps selbsternannte "Big Beautiful Bill" erhebliche Steuersenkungen bringen, welche die Staatsschulden in den Folgejahren massiv erhöhen würden. Das sei ein Mitgrund, warum der Kongress dieses Gesetzpaket bereits mehrfach abgelehnt habe. Die Märkte würden nervös reagieren und seit Monaten werde die Nachfrage nach US-Treasury Bills mit langen Laufzeiten geringer. Im Endeffekt stelle die ganze Finanzwelt die fiskalpolitische Nachhaltigkeit eines Trump-Amerikas in Frage. (26.06.2025/alc/a/a)


